RTX, Grafikkarten-Preise

RTX 5090: Grafikkarten-Preise explodieren auf 4.000 Euro

Veröffentlicht: 13.07.2026 um 06:17 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Nvidia verteilt Sammelkarten, während die RTX 5090 fast 4.000 Euro kostet. Neue Architekturen sind erst für 2028 geplant.

Nvidia RTX 5090: Preisexplosion und Hardware-Stillstand bis 2028
Nahaufnahme einer holografischen NVIDIA GeForce-Sammelkarte mit Retro-GPU-Design, in einer Hand gehalten. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Während Nvidia mit einer Sammelkarten-Aktion die Markenbindung stärkt, explodieren die Preise für High-End-Hardware – und neue Modelle lassen auf sich warten.

Sammelkarten als Trostpflaster

Nvidia hat die GeForce Trading Cards Series 1 vorgestellt – eine Kollektion aus 14 Designs, die an Meilensteine der Firmengeschichte erinnern. Die Karten zeigen legendäre Produkte wie die NV1, die GeForce 256, die GeForce 3, die 7800 GTX und die GTX 1080. Auch die begehrte RTX 2080 Ti Cyberpunk 2077 Edition ist vertreten.

Doch die Sammelkarten sind nicht käuflich zu erwerben. Nvidia verteilt sie über Social-Media-Gewinnspiele und auf Branchenevents wie der Bilibili World, der QuakeCon und der kommenden gamescom 2026. Die Aktion läuft im Rahmen der Summer of RTX-Kampagne. Ob weitere Serien folgen, ließ der Konzern offen.

Die Frage drängt sich auf: Ist das der neue Höhepunkt für Gamer – oder ein Zeichen der Verzweiflung?

Preisexplosion bei High-End-Grafikkarten

Die Realität für Spieler sieht anders aus. Im Juli 2026 notiert die RTX 5090 auf Amazon bei umgerechnet knapp 4.000 Euro. Premium-Konfigurationen überschreiten sogar die 4.600-Euro-Marke. Ein Gerücht über eine günstigere RTX 5090 SE macht die Runde – doch selbst die soll noch über 1.800 Euro kosten.

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Der Grund liegt in den Produktionskosten. Laut Marktforschern von IDC entfallen inzwischen mehr als 80 Prozent der Materialkosten einer Grafikkarte auf den Videospeicher (VRAM). Die Ursache: Die KI-Industrie saugt den Markt leer. Analysten erwarten, dass Rechenzentren für künstliche Intelligenz im Jahr 2026 rund 70 Prozent der weltweiten Speicherproduktion verschlingen werden.

Kein Wunder also, dass die Preise für Endverbraucher durch die Decke gehen.

Hardware-Stillstand bis 2028

Noch gravierender: Nvidia hat bestätigt, dass es 2026 keine neue Consumer-Architektur geben wird. Die erwartete RTX 50 Super-Serie wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. Insiderberichten zufolge könnte die nächste Generation, die RTX 6000, erst 2028 erscheinen.

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Auch der Wettbewerb zeigt keine Bewegung. AMD hat den Nachfolger seiner aktuellen RDNA-4-Architektur, RDNA 5, auf die zweite Jahreshälfte 2027 oder sogar 2028 verschoben.

Die Hersteller konzentrieren sich auf margenstarke KI-Hardware für Rechenzentren – der Spielemarkt bleibt auf der Strecke. Für Gamer bedeutet das: hohe Preise, veraltete Technik und Sammelkarten als einziges Zeichen der Wertschätzung. Ob das reicht, um die treue Fangemeinde bei Laune zu halten, darf bezweifelt werden.

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