RTX 5000 Super: Speicherpreise verzögern Marktstart um Monate
Veröffentlicht am: 19.07.2026 um 22:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Grund sind explodierende Kosten für die benötigten Speicherchips.
Speicherpreise blockieren den Verkaufsstart
Die RTX 5000 Super-Serie liegt physisch bei den Board-Partnern, doch Nvidia hält die offizielle Markteinführung zurück. Das Problem: Die 3GB-GDDR7-Speichermodule kosten die Hersteller zwischen 60 und 70 Euro pro Stück – rund dreimal so viel wie die 2GB-Varianten für etwa 20 Euro.
Diese Preisschere schlägt massiv auf die Herstellungskosten durch:
- RTX 5080 Super (24GB) und RTX 5070 Ti Super (24GB): Über 320 Euro Mehrkosten allein für den Speicher
- RTX 5070 Super (18GB): Rund 360 Euro für die Speicherbestückung statt 120 Euro bei 2GB-Modulen
- RTX 5050 (9GB): Auch das Einstiegsmodell bleibt von der Kostenexplosion nicht verschont
Branchenbeobachter vermuten, dass Nvidia auf fallende Speicherpreise wartet, bevor die Karten in den Handel kommen. Ein Start zu aktuellen Konditionen würde die Endverbraucherpreise in schwindelerregende Höhen treiben.
KI-Industrie verschärft die VRAM-Krise
Die Knappheit hat einen handfesten Grund: Dieselben 3GB-GDDR7-Chips werden auch für KI-Produkte wie die RTX Pro 6000 und Rubin-CPX-Komponenten benötigt. Die Konkurrenz aus dem professionellen Segment verschärft die Lage zusätzlich.
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Prognosen von Speicherherstellern wie SK Hynix deuten darauf hin, dass der Höhepunkt der Engpässe frühestens 2027 erreicht sein könnte. Insider rechnen daher damit, dass ein breiter Marktstart der Super-Serie weiter nach hinten verschoben wird – möglicherweise bis die Preise ein erträgliches Niveau erreicht haben.
Bemerkenswert: Nvidia hatte bereits zu Jahresbeginn eine ungewöhnliche Zurückhaltung gezeigt. Erstmals seit fünf Jahren kündigte der Konzern auf der CES 2026 keine neuen Gaming-GPUs an.
Produktionsumstellungen bei der Mittelklasse
Während die Super-Serie in der Warteschleife hängt, zeigen sich bereits Anpassungen in der Fertigung bestehender Modelle. Sowohl MSI als auch Yeston haben neue Versionen der RTX 5060 vorgestellt, die auf umgewidmeten Chips basieren.
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Diese sogenannten „V1"-Modelle verwenden einen abgespeckten GB205-Die – eigentlich für die stärkere RTX 5070 reserviert – statt des üblichen GB206-Chips. Die technischen Daten bleiben identisch: 3.840 CUDA-Kerne, 8GB GDDR7-Speicher und ein 128-Bit-Interface.
Die Nutzung von Platinen aus höheren Baureihen und 16-Pin-Stromanschlüssen deutet auf Lieferengpässe bei den Standard-Mittelklasse-Chips hin. Nvidia reagiert damit offenbar auf die angespannte Versorgungslage – und schafft gleichzeitig Platz für die kommende Super-Serie, sobald die Speicherpreise wieder im Rahmen sind.
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