RTX-50-Serie, Modder

RTX-50-Serie: Modder decken 107-Grad-Hotspots auf

Veröffentlicht: 11.07.2026 um 16:19 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Modder decken kritische Hotspots in NVIDIAs RTX-50-Serie auf. Neue Kühlkonzepte für KI-Chips und Rechenzentren vorgestellt.

NVIDIA RTX 50-Serie: Modder entdecken versteckte Hitzeprobleme
Nahaufnahme einer Hochleistungs-GPU mit Wärmeleitpaste auf dem Die, die einen Hitzepunkt zeigt. Verschwommenes Rechenzentrum im Hintergrund. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Modder decken versteckte Temperatursensoren auf, während Forscher an radikalen Kühllösungen arbeiten.

Die Halbleiterindustrie steht vor wachsenden thermischen Herausforderungen. Am heutigen Samstag wurden gleich mehrere Entwicklungen bekannt, die von versteckten Hotspots in aktuellen Grafikkarten bis hin zu neuartigen Kühlarchitekturen für KI-Rechenzentren reichen. Besonders brisant: Moddern ist es gelungen, kritische Temperaturdaten auf NVIDIAs neuester Hardware freizulegen, die der Hersteller bewusst verschleiert hatte.

Versteckte Hitze in der RTX-50-Serie

Der brasilianische Hardware-Modder Paulo Gomes und weitere unabhängige Forscher haben nachgewiesen, dass NVIDIAs RTX-50-Serie interne Hotspot-Sensoren besitzt – die jedoch in den Standard-Monitoring-Tools für Verbraucher deaktiviert sind. Mit dem hauseigenen MODS-Diagnosetool fanden die Forscher heraus: Während die GPUs im Schnitt Temperaturen zwischen 70 und 80 Grad Celsius melden, können lokale Hotspots bis zu 107 Grad erreichen.

Diese extremen Spitzenwerte zwingen die Hardware zum Thermal Throttling, also zur automatischen Leistungsreduktion, um Schäden zu vermeiden. Die Ursache: ein suboptimaler thermischer Kontakt zwischen dem GPU-Chip und der Kühleinheit. Erste Tests zeigen, dass der Austausch der Werks-Wärmeleitpaste die Hotspots auf rund 100 Grad senken kann. NVIDIA selbst hat die entsprechenden Messwerte aus den öffentlichen Treibern entfernt – die Sensoren sind jedoch physisch vorhanden und für Diagnosezwecke nutzbar.

Extreme Kühltests für KI-Infrastruktur

Während die Verbraucherhardware mit Hitzeproblemen kämpft, rüsten Industrieunternehmen massiv auf, um die enormen Anforderungen von KI-Workloads zu bewältigen. Bereits am Donnerstag wurden Details aus ASUS' speziellem Thermallabor in Taiwan bekannt. Dort werden derzeit ganze KI-Server-Racks unter Extrembedingungen getestet.

Die Anlage verfügt über begehbare Klimakammern, die für Standard-Rack-Tests Temperaturen zwischen 25 und 45 Grad halten. Extreme Kammern simulieren sogar Umgebungen von minus 40 bis plus 85 Grad bei einer Luftfeuchtigkeit von bis zu 98 Prozent. Das Labor ist für Leistungen von bis zu 1,1 Megawatt ausgelegt und setzt auf hochentwickelte Flüssigkühlung für NVIDIAs Blackwell-Systeme wie die GB200- und GB300-NVL72-Racks. Besonders bemerkenswert: Neue Kühlerdesigns senken den Gesamtstromverbrauch um fast 40 Prozent.

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Revolutionäre Ansätze: Gedrehte Speicherchips gegen die „Hitzewand"

Um die thermische Barriere zu durchbrechen, die aktuell die Leistung von KI-Beschleunigern begrenzt, haben Forscher aus Korea und Japan neue Architekturen für High Bandwidth Memory (HBM) vorgestellt. Diese Designs brechen mit der traditionellen vertikalen Stapelung: Stattdessen werden die DRAM-Chips seitlich gedreht, um die Wärmeableitung und die Bandbreite zu verbessern.

Die koreanische „V-Die“-Architektur erreichte Berichten zufolge 540 Tokens pro Sekunde auf GPT-3 – das ist eine Verdopplung gegenüber aktuellen HBM4-Standards. Gleichzeitig nutzt das japanische „MOSAIC“-Design kontaktlose induktive Kopplung, um die doppelte Kapazität von HBM4 bei niedrigeren Spitzenbetriebstemperaturen zu erzielen. Diese strukturellen Veränderungen sollen die thermischen Engpässe beseitigen, die derzeit die Speicherdichte in KI-Prozessoren begrenzen.

Weitere Hardware-Entwicklungen der Woche

Neben den thermischen Entdeckungen gab es in dieser Woche mehrere Hardware-Updates und Leistungsbewertungen:

  • RTX 5090 SE: Bereits am Donnerstag tauchten Informationen zu einer möglichen RTX 5090 SE auf. Diese Variante soll einen abgespeckten GB202-Chip mit 14.080 CUDA-Kernen und einer Leistungsaufnahme von rund 500 Watt nutzen.
  • Gaming-Hardware: Auf der BilibiliWorld 2026 präsentierte NVIDIA am Donnerstag acht spielthematisierte RTX-5080-Karten, darunter limitierte Editionen für umgerechnet rund 1.140 Euro.
  • Software-Effekt: Ein Leistungstest vom Mittwoch untersuchte die Auswirkungen der Entfernung von Denuvo aus DOOM: The Dark Ages. Das Ergebnis: Auf einer RTX 5090 in 4K mit Path Tracing blieb die durchschnittliche Bildrate stabil bei 30 FPS, während die minimalen Bildraten sogar von 27 auf 24 FPS fielen – ein unmittelbarer Leistungsgewinn durch die DRM-Entfernung blieb aus.
  • Mobile und Edge-KI: NVIDIA zeigte am Donnerstag den „RTX Spark“-KI-Superchip, der in Zusammenarbeit mit MediaTek und Microsoft entstand. Der Arm-basierte Prozessor lief auf einem Surface Laptop Ultra und bewältigte sowohl hochwertige Spieletitel mit vollständigem Path Tracing als auch lokale KI-Modelle mit 35 Milliarden Parametern.
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Die Herausforderung für Rechenzentren

Diese Entwicklungen kommen zu einem Zeitpunkt, da Betreiber von Rechenzentren mit stark schwankender Nachfrage kämpfen. Eine am Mittwoch veröffentlichte Studie von Capgemini zeigt, dass rund 80 Prozent der Versorgungsunternehmen extreme Nachfragemuster beobachten. Besonders alarmierend: 67 Prozent berichten von „Phantom-Lasten“ – Anfragen von Rechenzentren, die sich nie materialisieren. Dies erschwert die langfristige Planung von Stromversorgung und Kühlinfrastruktur erheblich.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

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