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RTX 4090 Speicherfehler: Gigabyte verweigert Garantie-Austausch

Veröffentlicht am: 26.08.2026 um 21:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Gigabyte lehnt Austausch einer defekten RTX 4090 trotz erheblicher VRAM-Fehler ab. Verbraucherschutzbehörde eingeschaltet, Branche diskutiert Servicequalität.

Gigabyte verweigert RTX-4090-Garantie trotz nachgewiesenem VRAM-Defekt
Eine hochwertige Grafikkarte liegt auf einer antistatischen Unterlage in einer professionellen Testumgebung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Hardware-Hersteller Gigabyte sieht sich derzeit mit Vorwürfen bezüglich seiner Garantiepolitik konfrontiert. Berichten vom 25. August 2026 zufolge verweigert das Unternehmen den Austausch einer Grafikkarte des Modells GeForce RTX 4090 Windforce V2, obwohl bei der Hardware eine signifikante Degradation des Videospeichers (VRAM) festgestellt wurde. Der betroffene Kunde hatte die Karte im November 2023 in Rumänien erworben; die reguläre Garantiefrist für das Produkt läuft noch bis November 2026.

Massive Fehlerraten und Kapazitätsverlust im Grafikspeicher

Die technischen Details des Schadensfalls deuten auf einen erheblichen Defekt der Hardware hin. Analysen ergaben, dass der Grafikkarte bereits 1,5 GB ihres ursprünglichen 24 GB großen Videospeichers fehlen. Zudem seien 33 Speicherzeilen bereits durch interne Fehlerkorrekturmechanismen neu zugewiesen worden (remapped), was ein deutliches Anzeichen für physischen Verschleiß oder Materialfehler ist.

Besonders deutlich zeigten sich die Mängel in einem Belastungstest mit dem Analysetool OCCT. In diesem Verfahren wurden innerhalb von lediglich 15 Sekunden rund 4,7 Millionen Fehler registriert. Diese Daten belegen eine massive Instabilität der Speicherintegrität, die im regulären Betrieb zu Systemabstürzen oder grafischen Artefakten führen kann.

Diskrepanzen in den Testverfahren des Herstellers

Trotz der vorliegenden Fehlerberichte hat Gigabyte einen Austausch der Hardware bislang abgelehnt. Die Begründung des Herstellers stütze sich darauf, dass die Grafikkarte noch bootfähig sei und somit die grundlegende Funktion erfülle. Anstatt die defekten Komponenten zu ersetzen oder die Karte auszutauschen, habe das Unternehmen lediglich eine Erneuerung der Wärmeleitpaste (Repaste) angeboten und durchgeführt.

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Ein zentraler Streitpunkt ist dabei die Wahl der Diagnose-Software. Während unabhängige Tests mit OCCT die VRAM-Probleme eindeutig identifizierten, setze Gigabyte bei der internen Überprüfung offenbar auf das Programm FurMark.

Branchenkenner weisen darauf hin, dass FurMark primär die thermische Last und die allgemeine Stabilität unter Volllast prüft, spezifische Fehler in einzelnen Speicherbereichen jedoch weniger präzise erfassen kann als spezialisierte Diagnosetools.

Eskalation und rechtliche Schritte durch Verbraucherschutz

Die betroffene RTX 4090 wurde insgesamt dreimal an den Hersteller zur Reparatur eingesendet und jedes Mal ohne Hardware-Ersatz an den Besitzer zurückgeschickt. Lediglich die thermischen Schnittstellen seien gewartet worden, was jedoch keine Besserung der Speicherproblematik herbeiführte.

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Angesichts der wiederholten Weigerung von Gigabyte, den Defekt als Garantiefall anzuerkennen, hat der Nutzer nun eine offizielle Beschwerde bei der zuständigen Verbraucherschutzbehörde eingereicht.

Der Fall sorgt in Fachkreisen für Diskussionen über die Qualitätsstandards und Service-Richtlinien bei High-End-Komponenten, insbesondere da die RTX 4090 das aktuelle Flaggschiff-Modell im Consumer-Bereich darstellt und mit entsprechenden Anschaffungskosten verbunden ist. Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten, falls die Behörden eine Neubewertung des Falls durch den Hersteller erzwingen.

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