RTX, Modder

RTX 4060: Modder ersetzt Lüfter durch 2,5-kg-Aluminium-Block

Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 17:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ein Hardware-Enthusiast zeigt einen lüfterlosen Kühler für die RTX 4060. Parallel verbessern Entwickler die Temperaturüberwachung von GDDR7-Speicher und Hersteller wechseln bei RTX 5060 auf 16-Pin-Stromanschluss.

Passivkühler für RTX 4060: Modder baut 2,5-Kilo-Alu-Kühler
Maßgeschneiderte Nvidia-Grafikkarte mit massivem, lüfterlosem Aluminiumkühlkörper auf offenem Teststand. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der chinesische Modder NexFrame hat die aktive Kühlung einer Nvidia GeForce RTX 4060 durch einen massiven, selbstgebauten Passivkühler ersetzt. Das Ergebnis: ein 2,5 Kilogramm schwerer Aluminiumblock, der die Abwärme der Grafikkarte ohne einen einzigen Lüfter ableiten soll. Das Projekt wurde am 20. Juli 2026 auf der chinesischen Plattform Bilibili vorgestellt.

Technische Meisterleistung oder Overkill?

Die RTX 4060 ist mit einer Leistungsaufnahme von 115 Watt (TGP) eigentlich kein besonders hitziger Kandidat. Dennoch setzt NexFrame auf ein massives Kühlpaket: Der Aluminium-Kühlkörper verfügt über sechs Heatpipes und großzügige Lamellenabstände, die die Luftzirkulation allein durch natürliche Konvektion ermöglichen. Das Ergebnis übertrifft die ursprüngliche Hardware deutlich: Der Kühler misst over 220 Millimeter Länge und belegt drei Erweiterungsslots – der eigentliche Grafikchip wirkt dagegen fast verloren.

Für die erste Vorführung montierte der Modder das System vertikal auf einem offenen Testtisch, um die Umgebungsluft optimal zu nutzen. Zwar bestätigte NexFrame, dass die Karte startet und bootet, konkrete Temperaturdaten unter Spielelast oder bei rechenintensiven Anwendungen blieben jedoch offen. Die entscheidende Frage: Reicht passive Kühlung bei Dauerbelastung aus?

GDDR7-Speicher: Temperaturüberwachung wird präziser

Während Bastler an extremen Kühllösungen tüfteln, machen Softwareentwickler Fortschritte bei der Temperaturüberwachung. Ein Team um Paulo Gomes, asder00, Unwinder und Martin Malik hat am 20. und 21. Juli 2026 eine detailliertere Temperaturerfassung für Nvidias aktuelle Hardware freigeschaltet.

Die Neuerung: Statt eines einzelnen „Hotspot"-Sensors können Nutzer nun die Temperaturen einzelner GDDR7-Speichermodule ablesen. Bei der Flaggschiff-Karte RTX 5090 stehen acht separate Messpunkte für die 16 Speicherpakete zur Verfügung. Erste Stresstests dieser Woche zeigen für ein RTX 5060 Ti 16GB-Modell Werte zwischen 64 und 68 Grad Celsius pro Speicherbaustein – ein deutlicher Fortschritt gegenüber der bisherigen Pauschalangabe.

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Neue Stromversorgung für Mittelklasse-Karten

Auch bei den Herstellern tut sich etwas: Am 20. Juli 2026 wurde bekannt, dass die Grafikkarten-Anbieter Yeston und Maxsun bei neueren RTX-5060-Modellen auf den 16-Pin-Stromanschluss umsteigen. Der Hintergrund: Diese Varianten nutzen eine abgespeckte Version des GB205-Chips, der eigentlich für die leistungsstärkere RTX 5070 vorgesehen war.

Trotz des 128-Bit-Speicherinterfaces und 8 Gigabyte GDDR7-Speicher liegen diese Karten bei 145 bis 150 Watt – zu viel für den klassischen 8-Pin-Anschluss. Die Umstellung auf den kompakteren, aber leistungsfähigeren 16-Pin-Stecker ist daher eine logische Konsequenz.

Flüssig statt Luft: Nvidias Strategie für Rechenzentren

Dass Kühlung nicht immer leise sein muss, zeigt Nvidias Ansatz auf Unternehmensebene. Branchenberichte vom 20. Juli 2026 zufolge setzt der Konzern bei seinen Rubin-KI-Servern auf Hochtemperatur-Flüssigkeitskühlung. Das Kühlmittel wird auf 45 Grad Celsius gehalten und darf beim Austritt auf 55 Grad ansteigen. Dadurch entfallen energieintensive Kältemaschinen und Lüfter – der Stromverbrauch für die Kühlung sinkt in großen Rechenzentren um bis zu 40 Prozent.

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