RTX 3060 kehrt zurück: Nvidia bringt 12-GB-Klassiker für 347 Euro
05.06.2026 - 00:28:23 | boerse-global.de
Erste Lieferungen des fünf Jahre alten Modells erreichten Anfang dieser Woche Händler in China. Offizieller Verkaufsstart ist der 5. Juni 2026.
Strategischer Schachzug im Budget-Segment
Die Wiederbelebung übernimmt der Nvidia-Partner Colorful. Das Unternehmen liefert das Modell "Battle-Ax GeForce RTX 3060 DUO 12GB V2" ab sofort an den Handel. Der Großhandelspreis liegt bei umgerechnet rund 325 Euro, im Einzelhandel werden etwa 347 Euro fällig. Damit liegt die Karte leicht unter ihrem ursprünglichen China-Einführungspreis von 2.499 Yuan (rund 370 Euro) aus dem Februar 2021.
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Der Schritt kommt nicht von ungefähr. Die RTX 3060 ist bei Steam-Nutzern nach wie vor die beliebteste Grafikkarte überhaupt. Der entscheidende Vorteil: 12 Gigabyte VRAM – ein Wert, den aktuelle Mittelklasse-Modelle wie die RTX 4060 oder die kommende RTX 5060 mit ihren 8 GB nicht bieten. Selbst die möglicherweise verspätete RTX 5050 soll nur 9 GB erhalten. Für preisbewusste Gamer ist die alte Karte damit eine verlockende Alternative.
Alte Technik, neuer Nutzen
Die Produktion nutzt bewusst die ausgereifte 8-Nanometer-Fertigung von Samsung. Das schafft Spielraum: Nvidia kann so die begehrte 4-Nanometer-Kapazität bei TSMC vollständig für die deutlich margenstärkeren KI- und Server-Chips nutzen. Rund 90 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet der Konzern inzwischen mit Rechenzentren – die Gaming-Sparte muss sich mit älteren Fertigungsstraßen begnügen.
Die Wiederaufnahme der RTX-3060-Produktion hilft zudem, die aktuell steigenden Speicherpreise und Lieferengpässe bei modernen Komponenten abzufedern.
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Lieferstart und Ausblick
Die ersten Chargen des Colorful-Modells fallen noch knapp aus – nur einige Dutzend Karten pro Region. Wöchentliche Nachlieferungen sollen die Verfügbarkeit stabilisieren und Spekulationen verhindern. Weitere Hersteller wie Asus, MSI und Galax bereiten eigenen Versionen vor, die ab Juli 2026 erwartet werden.
Ziel ist klar: Die Lücke im Bereich um 300 Euro schließen, wo moderne Alternativen derzeit Mangelware sind. Ob der Coup aufgeht, wird sich zeigen – doch die Nachfrage nach günstigen Grafikkarten mit üppigem Speicher ist ungebrochen.
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