RouterGuard, Abelssoft

RouterGuard: Abelssoft verschenkt 20-Euro-Software für FritzBox

15.06.2026 - 17:44:40 | boerse-global.de

Abelssoft bietet die Vollversion seines RouterGuard für FritzBox-Nutzer zeitlich begrenzt gratis an. Parallel gründen europäische Hersteller ein Bündnis für mehr Netzwerksouveränität.

Abelssoft RouterGuard: FritzBox-Sicherheit jetzt kostenlos
RouterGuard - Ein stilisiertes, leuchtendes digitales Schild über einem modernen WLAN-Router, der Netzwerksicherheit und Schutz symbolisiert. 15.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Sicherheits-Software, die normalerweise rund 20 Euro kostet, ist aktuell kostenfrei erhältlich.

Das Programm überwacht im Hintergrund die Sicherheitseinstellungen der FritzBox. Es erkennt unbefugte Zugriffe, optimiert kritische Konfigurationen und minimiert so die Angriffsfläche für Cyberattacken.

Die Spezialversion hat jedoch Einschränkungen: In der Benutzeroberfläche wird Werbung eingeblendet (die sich ausblenden lässt). Zudem fehlt die manuelle Rufnummernsperre. Der Fokus liegt klar auf der Netzwerk-Überwachung und dem Aufspüren von Sicherheitslücken.

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Hersteller gründen Allianz für europäische Netzwerk-Souveränität

Parallel zur Software-Aktion formiert sich auf industrieller Ebene ein neuer Verband. Fünf europäische Hersteller – Fritz!, Devolo, Lancom Systems, TDT AG und Teltonika Networks – haben im Juni 2026 die „Sovereignty Alliance for European Network Technology“ (SAFENet) gegründet.

Das Ziel: Die Abhängigkeit von außereuropäischen Anbietern verringern und strengere Kontrollen für importierte Netzwerktechnik durchsetzen. Derzeit fließen rund 93 Prozent des europäischen Internetverkehrs über Router – chinesische Anbieter halten dabei einen Marktanteil von etwa 40 Prozent.

Jan Oetjen, CEO von Fritz! und Sprecher der Allianz, fordert von der EU eine Regulierung nach dem Vorbild des 5G-Instrumentariums. Das würde schärfere Sicherheitsüberprüfungen für kritische Komponenten und deren Herkunft bedeuten.

Transparenz und Herkunftsnachweise gefordert

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Der Vorstoß von SAFENet geht über den bestehenden Cyber Resilience Act hinaus. Die Hersteller verlangen:

  • Umfassende Transparenz über die Herkunft von Hardware-Komponenten und Firmware
  • Bevorzugten Einsatz europäischer Technologie in sensiblen Bereichen (Behörden, kritische Infrastrukturen)
  • Zusätzliche Sicherheitsvorschriften für importierte Geräte

Während Software-Lösungen wie der RouterGuard den Schutz auf Anwenderebene verbessern, zielt die SAFENet-Initiative auf eine strukturelle Stärkung der europäischen Netzwerksicherheit. Die Branche reagiert damit auf die wachsende Komplexität von Bedrohungsszenarien – und auf die strategische Bedeutung der Router-Hardware als zentralem Knotenpunkt digitaler Kommunikation.

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