Rote-Bete-Saft, Nitrit

Rote-Bete-Saft: Nitrit um 45% erhöht, Blutdruck sinkt stärker

Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 09:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Forschung belegt blutdrucksenkende Effekte von Rote-Bete-Saft und Summen. WHO warnt vor 500 Mio. Krankheitsfällen durch Bewegungsmangel.

Pflanzliche Wirkstoffe: Neue Studien zu Herz-Kreislauf-Gesundheit
Ein Arrangement aus Weißdornbeeren, Honig, einer Granatapfelfrucht und einer Passionsblume auf einem Holztisch. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Rolle pflanzlicher Wirkstoffe und komplementärmedizinischer Ansätze zur Unterstützung der Herz-Kreislauf-Gesundheit gewinnt in der fachlichen Betrachtung zunehmend an Bedeutung. Im Fokus stehen dabei klassische Heilpflanzen wie Weißdorn und Herzgespann, die bereits seit Langem zur Stärkung der Herzfunktion eingesetzt werden. Aktuelle Berichte, wie eine thematische Aufarbeitung im Rahmen des MDR-Garten-Formats unter Einbeziehung der Kräutergärtnerei Valeriana, unterstreichen das anhaltende Interesse an diesen phytotherapeutischen Optionen.

Phytotherapie und ernährungsphysiologische Ansätze

Neben dem klassischen Weißdorn rücken auch andere Naturprodukte in den Fokus der Forschung. Berichte weisen darauf hin, dass Honig aufgrund seiner rund 240 enthaltenen Substanzen als Zuckerersatz dienen und durch eine entspannende Wirkung zur Blutdrucksenkung beitragen kann. Besonders hervorgehoben werden hierbei Sorten wie Seidenpflanzen-, Löwenzahn- und Weißdornhonig.

Auch die Wirkung von Sekundärmetaboliten wie Urolithin A, das in Granatäpfeln, Walnüssen und Beeren vorkommt, ist Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen. Eine im November 2025 im Fachjournal Nature Aging veröffentlichte Studie untersuchte die Effekte einer täglichen Supplementierung von 1000 mg über 28 Tage bei Probanden im Alter zwischen 45 und 70 Jahren. Die Ergebnisse deuteten auf eine Reaktivierung von T-Zellen und eine gesteigerte Effizienz der Mitochondrien hin, während Entzündungssignale abnahmen.

Im Bereich der Nahrungsergänzung werden zudem hochdosierte Extrakte der Passionsblume (500 mg pro Tablette) diskutiert, die in der Traditionellen Chinesischen Medizin zur Beruhigung eingesetzt werden. Für die lipidsenkende Prävention von Arteriosklerose wird zudem das Flavonoid Oroxylin A (6-Methoxybaicalein) untersucht, das antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften aufweist.

Klinische Studien zu biochemischen Mechanismen

Die Forschung widmet sich verstärkt den feinen Mechanismen der Blutdruckregulation. Eine Studie des King's College London, die im Juni 2026 im British Journal of Clinical Pharmacology veröffentlicht wurde, untersuchte den Einfluss von zuckerhaltigem Kaugummi nach dem Verzehr von Rote-Bete-Saft. Bei den 14 Teilnehmern wurde beobachtet, dass diese Kombination den pH-Wert im Speichel senkt und die Nitritkonzentration im Mund um 45 % sowie im Körper um 25 % erhöht. Der systolische und diastolische Blutdruck sank dabei um fast 0,5 mmHg stärker als bei der Verwendung von zuckerfreiem Kaugummi.

Ergänzend dazu zeigen Berichte über mechanische Stimulationen, wie etwa das Summen, interessante physiologische Effekte. Durch das Summen wird der Vagusnerv stimuliert, was die Freisetzung von Stickstoffmonoxid um das 15-Fache steigern kann. Dies führe laut Fachberichten zu einer Senkung von Puls und Blutdruck sowie zu einer verbesserten Herzratenvariabilität (HRV).

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Lebensstil-Interventionen und globale Gesundheitsdaten

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) betont die drastischen Folgen von Bewegungsmangel für das globale Gesundheitssystem. Schätzungen zufolge bewegen sich 31 % der Erwachsenen und 81 % der Jugendlichen unzureichend. Diese Inaktivität könnte im Zeitraum von 2020 bis 2030 zu weltweit 500 Millionen neuen Krankheitsfällen führen, darunter Bluthochdruck und Diabetes, was Kosten in Höhe von 300 Milliarden US-Dollar verursachen würde.

Experten der WHO empfehlen zur Risikominimierung spezifische Trainingsformen. Einmal wöchentliches hochintensives Intervalltraining (HIIT) könne das kardiovaskuläre Risiko senken. Für ältere Menschen werden zudem Gleichgewichtstraining und Kraftübungen mehrfach pro Woche angeraten.

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Komplexere Programme, wie sie etwa im indischen Fazlani Nature's Nest praktiziert werden, kombinieren Ernährungsumstellungen auf Vollkorn und pflanzliche Proteine mit pflanzlichen Arzneimitteln wie rotem Hefereis oder Knoblauch. Solche naturheilkundlichen Interventionen zielen darauf ab, Lipidwerte innerhalb von sechs bis zwölf Wochen signifikant zu verbessern. Dennoch weisen Fachberichte darauf hin, dass unterstützende Maßnahmen wie der Einsatz von Centella asiatica zwar die Durchblutung fördern können, die primäre Behandlung von Bluthochdruck jedoch stets eine strikte Blutdruckkontrolle unter 140/90 mmHg sowie eine Salzreduktion erfordert.

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