Rokarolla-Trojaner: Android-Malware zielt auf 200+ Banking-Apps
20.06.2026 - 18:12:47 | boerse-global.de
Im Fokus stehen nicht nur teure Smartphones, sondern auch digitale Bedrohungen durch Schadsoftware.
Polizei patrouilliert verstärkt in Nha Trang
In der vietnamesischen Küstenstadt Nha Trang eskaliert die Diebstahlserie. Bezirkschef Tran Xuan Tay forderte die Polizei auf, die Patrouillen in Touristengebieten zu intensivieren. Der Auslöser: Im Ozeanographischen Museum der Provinz Khanh Hoa wurde Mitte Juni ein iPhone 14 Pro Max gestohlen.
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Opfer berichten von defekten Überwachungskameras. Die Museumsleitung widerspricht – die Aufnahmen würden derzeit ausgewertet. Die Behörden verweisen auf frühere Erfolge: Bereits Anfang April konnten drei Verdächtige festgenommen werden. Ihnen werden sechs Diebstähle von neun Smartphones und Bargeld zur Last gelegt. Im Mai folgte die Festnahme eines mutmaßlichen Täters am Strand von Tran Phu.
AirPods-Ortung führt zu Festnahme in Nürnberg
Auch deutsche Bahnhöfe bleiben im Visier von Dieben. Am Nürnberger Hauptbahnhof gelang der Bundespolizei Mitte Juni ein Schlag gegen eine Diebesbande. Zwei Tatverdächtige im Alter von 40 und 53 Jahren wurden festgenommen.
Einem Reisenden war die Bauchtasche gestohlen worden. Das Opfer ortete seine ebenfalls entwendeten AirPods – und führte die Beamten direkt zu den Tätern. Die Polizei stellte neben den Kopfhörern auch Bargeld und eine EC-Karte sicher. Gegen einen der Männer lag bereits ein Haftbefehl vor. Ein dritter Beteiligter ist weiterhin auf der Flucht. Die Ermittlungen laufen wegen gewerbsmäßigen Bandendiebstahls.
In Kaiserslautern sucht die Polizei nach Zeugen: In einem Einkaufsmarkt wurde einem Mann der Rucksack samt Smartphone und Dokumenten gestohlen, nachdem er unter gesundheitlichen Problemen litt.
Trojaner „Rokarolla“ bedroht Urlauber
Die Gefahr für Reisende beschränkt sich nicht auf physische Diebstähle. Sicherheitsexperten warnen vor dem Android-Trojaner „Rokarolla“. Die Sicherheitsfirma Zimperium entdeckte die Schadsoftware auf manipulierten Webseiten, die sich als TikTok oder Google Chrome tarnen.
Der Trojaner zielt auf über 200 Banking- und Kryptowährungs-Apps ab. Über sogenannte Overlays werden PINs, SMS-Codes und Kreditkartendaten abgegriffen. Zudem kann die Malware Krypto-Zahlungen umleiten.
BSI gibt konkrete Schutz-Tipps
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Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät Urlaubern zu einem Rundum-Schutz. Die wichtigsten Maßnahmen:
- Bildschirmsperren und starke Passwörter mit Zwei-Faktor-Authentisierung oder Passkeys
- Keine öffentlichen USB-Ladestationen – sie können manipuliert sein
- VPN-Dienste beim Zugriff auf öffentliche WLAN-Netzwerke
- Reiseunterlagen nur über vertrauenswürdige Portale abrufen
Ein weiterer Tipp der Experten: Vorsicht bei Souvenirs aus dem Ausland. Das Auswärtige Amt warnt, dass etwa in der Türkei die Ausfuhr von Antiquitäten oder Fossilien streng verboten ist. Die Strafen reichen bis zu hohen Haftstrafen. Auch das Fotografieren von militärischen Anlagen ist in vielen Ländern tabu.
