Roboxi am BER: KI-Roboter scannt Landebahnen nach Hindernissen
Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 22:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) wird derzeit der Einsatz innovativer Technologien zur Erhöhung der Betriebssicherheit erprobt. Im Fokus steht dabei das KI-gestützte Roboter-Fahrzeug mit dem Namen „Roboxi“. Dieses spezialisierte System wird auf dem Vorfeld sowie auf den Start- und Landebahnen des Flughafens eingesetzt, um die Flächen automatisiert nach gefährlichen Fremdkörpern abzusuchen.
Die Suche konzentriert sich auf sogenannte Foreign Object Debris (FOD) – dazu zählen unter anderem verloren gegangene Schrauben, Plastikmüll oder Asphaltbruchstücke. Solche Objekte stellen eine erhebliche Gefahr für startende und landende Flugzeuge dar, da sie in die Triebwerke eingesaugt werden oder Reifen beschädigen können.
Präzision durch 3D-Laserscans und künstliche Intelligenz
Die technische Ausstattung von Roboxi ermöglicht eine hochpräzise Erfassung der Infrastruktur. Das Fahrzeug prüft die Oberflächen der Rollbahnen mithilfe von 3D-Laserscans. Diese Daten werden durch künstliche Intelligenz ausgewertet, um kleinste Unregelmäßigkeiten oder Fremdobjekte zu identifizieren.
Hintergrund dieser technologischen Aufrüstung ist die Vermeidung von Triebwerksschäden, die in der internationalen Luftfahrtbranche ein massives wirtschaftliches Problem darstellen. Branchenexperten zufolge verursachen solche Schäden weltweit Kosten in Milliardenhöhe.
Durch den Einsatz automatisierter Systeme wie Roboxi versprechen sich Flughafenbetreiber eine höhere Kontrolldichte und eine schnellere Reaktion auf potenzielle Gefahrenquellen im Vergleich zu herkömmlichen, rein manuellen Sichtkontrollen.
Fernsteuerung und technische Leistungsfähigkeit
Obwohl das Fahrzeug über fortschrittliche Erkennungssysteme verfügt, erfolgt der Betrieb während der aktuellen Phase nicht vollständig autonom. Das Fahrzeug wird stattdessen ferngesteuert betrieben, wobei die Kontrolleinheit direkt im Terminal des Flughafens angesiedelt ist.
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In diesem Modus erreicht Roboxi eine Geschwindigkeit von bis zu 60 km/h. Diese Leistungsdaten ermöglichen es, auch weitläufige Bahnsysteme in zeitkritischen Fenstern zwischen Starts und Landungen effektiv zu kontrollieren.
Zeitrahmen des Testprogramms am BER
Die Erprobung des Systems am Standort Berlin ist als längerfristiger Probelauf angelegt. Der Testbetrieb läuft bereits seit mehreren Wochen und liefert kontinuierlich Daten über die Zuverlässigkeit der Sensorik und der KI-gestützten Objekterkennung. Nach derzeitigem Planungsstand soll die Testphase am Berliner Flughafen noch bis Oktober fortgeführt werden.
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Die Ergebnisse dieses Probebetriebs werden maßgeblich darüber entscheiden, inwieweit solche robotergestützten Systeme künftig fest in die Sicherheitsroutinen des BER integriert werden können, um den Personalaufwand bei der Bahnenkontrolle zu optimieren und das Risiko kostspieliger technischer Schäden an Flugzeugen weiter zu minimieren.
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