Robotik-Boom 2026: Tesla peilt 50.000 Optimus-Einheiten an
22.06.2026 - 08:42:12 | boerse-global.de
Juni durch den Busbahnhof Terminal Bersepadu Selatan (TBS) in Kuala Lumpur. Der Pilotversuch markiert einen weiteren Schritt in Richtung automatisierter Überwachung an Verkehrsknotenpunkten.
Roboter als mobiler Notfallhelfer
Das von der malaysischen Firma Soulsec Sdn Bhd entwickelte Gerät ist mit einer 360-Grad-Kamera und Gesichtserkennung ausgestattet. Es erkennt unbeaufsichtigte Gepäckstücke und Verstöße gegen das Rauchverbot. Doch der Roboter kann mehr: Er trägt einen Feuerlöscher, einen Erste-Hilfe-Kasten und einen Defibrillator – und wird so zur mobilen Notfalleinheit.
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„Die Technologie soll menschliche Sicherheitskräfte ergänzen, nicht ersetzen“, erklärte Soulsec-Vorsitzender Datuk S. Shanmugamoorthy. Jede Einheit kostet umgerechnet rund 38.000 Euro. Ähnliche Systeme sind auch in Vietnam im Einsatz: VinDynamics testet seinen humanoiden Roboter „Dyno“ im Safaripark Vinpearl Safari Phu Quoc für Sicherheitsaufgaben.
Vietnam drängt in die humanoide Robotik
Vietnamesische Unternehmen mischen zunehmend im internationalen Robotikgeschäft mit. VinDynamics präsentierte seinen Roboter Dyno bereits auf internationalen Messen. Das Modell verfügt über eine Echtzeit-Umgebungserkennung und eine Roboterhand mit elf Gelenken und Kraftsensoren.
Noch einen Schritt weiter geht VinRobotics, eine Tochter des Vingroup-Konzerns. Die dritte Generation ihres humanoiden Roboters VR-H3 nutzt über 31 Aktuatoren und zwei Edge-Computer für industrielle Automatisierung. Infineon Technologies und VinRobotics haben eine Absichtserklärung für ein gemeinsames Kompetenzzentrum in Hanoi unterzeichnet. Der Halbleiteranteil pro Roboter liegt bei schätzungsweise 450 Euro.
Vom Ladenregal bis ins Wohnzimmer
In Hongkong betreibt der Roboter „Xiao Gai“ des Unternehmens Galbot einen 24-Stunden-Pop-up-Store am Hafen von Hung Hom. Der 1,68 Meter große Roboter bestückt Regale, wickelt Kassiervorgänge ab und unterhält sich mit Kunden in mehreren Sprachen. Galbot plant, das Konzept auf 100 Mini-Filialen in zehn Städten auszuweiten.
Für den Privathaushalt entwickelte GigaAI gemeinsam mit dem Hubei Humanoid Robot Innovation Centre den SeeLight S1. Der Haushaltsroboter soll Wäsche waschen, Betten machen und einfache Speisen zubereiten. Erste Tests in Wohnumgebungen sind für die erste Jahreshälfte 2027 geplant. Der Zielpreis liegt bei umgerechnet unter 13.000 Euro.
KEENON Robotics wiederum bringt mit dem XMAN-L1 einen kompakten Humanoiden auf den Markt, der 100 TOPS Rechenleistung und integrierte Sprachmodelle für natürliche Dialoge bietet.
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Tesla treibt Massenproduktion voran
Die größten Stückzahlen erzielt derzeit der Industriesektor. Teslas Optimus Gen 3 arbeitet bereits im 24/7-Schichtbetrieb im Werk in Fremont. Die Roboterhände verfügen über 22 Freiheitsgrade und 25 Aktuatoren – genug für über 3.000 verschiedene Aufgaben. Tesla peilt die Serienproduktion für Juli oder August 2026 an und will bis Jahresende mehr als 50.000 Einheiten ausliefern. Der Geschäftskundenverkauf soll Ende 2026 starten.
Auf der Fachmesse Automate 2026 in Chicago, die heute eröffnet wurde, präsentieren weitere Hersteller ihre Produktionserfolge. Figure AI gibt an, pro Stunde einen Roboter des Typs Figure 03 zu fertigen – über 350 Einheiten wurden bereits ausgeliefert. Boston Dynamics liefert erste kommerzielle Exemplare seines Atlas-Modells an Partner wie Hyundai und Google DeepMind. Agility Robotics wiederum hat seinen Roboter „Digit“ bei Toyota Canada im Einsatz – nach dem „Robotics-as-a-Service“-Modell.
