Robotaxi-Dienst, Zagreb

Robotaxi-Dienst startet in Zagreb: Europas erstes autonomes Taxi live

05.06.2026 - 08:29:57 | boerse-global.de

Kroatien startet ersten kommerziellen Robotaxi-Dienst Europas. Project 3 Mobility setzt auf Pony.ai-Technik und Uber-Unterstützung.

Europas erstes Robotaxi startet in Kroatien: Project 3 Mobility
Robotaxi-Dienst - A sleek, futuristic robotaxi drives through a modern European city street at dusk, symbolizing autonomous transportation innovation. 05.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Das Startup Project 3 Mobility startete in Zagreb eine Flotte autonomer Fahrzeuge – ein Meilenstein für die Branche.

Der Dienst nutzt Technologie des US-Unternehmens Pony.ai und wird von Uber unterstützt. Grundlage ist ein kroatisches Gesetz aus dem Jahr 2023, das selbstfahrende Fahrzeuge im öffentlichen Verkehr erlaubt. Aktuell sitzt noch ein menschlicher Sicherheitsfahrer mit im Auto.

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„Das ist ein historischer Moment für Kroatien und die europäische Mobilität", sagte Marko Pejkovi?, CEO von Project 3 Mobility. Alle Betriebsdaten werden auf europäischen Servern gespeichert – eine Vorgabe der DSGVO.

Expansion nach Spanien und Deutschland

Nur zwei Tage zuvor, am 3. Juni, kündigten Uber und der chinesische Anbieter WeRide einen gemeinsamen Robotaxi-Pilotversuch in Madrid an. Der Start ist für Ende Juni geplant. Die Flotte setzt auf Lucid Air-Fahrzeuge, betrieben von der Moove-Cars-Tochter AVOMO. Buchungen laufen direkt über die Uber-App.

Madrid wird damit die 12. Stadt im globalen WeRide-Netzwerk. Das Unternehmen meldete für das erste Quartal 2026 einen Umsatz von umgerechnet rund 14,6 Millionen Euro – ein Plus von 57,6 Prozent zum Vorjahr. Allerdings stieg der Nettoverlust auf knapp 50 Millionen Euro. WeRide will bis 2030 in 15 Städten weltweit Zehntausende Robotaxis betreiben.

Auch Deutschland ist im Rennen: Am heutigen Freitag gaben Uber, Autobrains und Nvidia ein gemeinsames Testprogramm für München bekannt. Im Fokus stehen Fahrzeuge der Stufe 4 mit Nvidia-Chips und Autobrains' „agentischer KI". Die Technik setzt auf Kameras und lässt sich in verschiedene Serienmodelle einbauen. Ein breiterer Start in München ist für Frühsommer 2027 geplant.

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Milliardenschwere Investitionen

Uber hat zuletzt massiv in die autonome Zukunft investiert: Rund 460 Millionen Euro flossen an den Lieferroboter-Hersteller Nuro, etwa 1,1 Milliarden Euro an den E-Auto-Pionier Rivian. Hinzu kommen Partnerschaften mit Waymo, Wayve, Nissan und Baidu.

Autobrains wiederum peilt bis Ende 2028 eine Präsenz in 20 europäischen Städten an. Der Wettlauf um die fahrerlose Zukunft hat gerade erst richtig begonnen – und Europa mischt kräftig mit.

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