Rheumatherapie: CAR-T-Zellen erzielen 90-Prozent-Remission
01.07.2026 - 15:18:16 | boerse-global.de
Das zeigt der Fehlzeitenreport 2026. Besonders betroffen: Beschäftigte im Gesundheitswesen, in der Langzeitpflege und in der Behindertenbetreuung.
Ende Juni wurden deshalb Forderungen laut, Bandscheibenerkrankungen offiziell als Berufskrankheit anzuerkennen. Parallel dazu hat sich im Bundestag ein parteiübergreifender Parlamentskreis Prävention gegründet. Ziel: Bewegung, Ernährung und Arbeitswelt stärker politisch zu verankern.
Krafttraining: Weniger ist manchmal mehr
Die aktuellen Leitlinien des American College of Sports Medicine (ACSM) empfehlen zweimal wöchentlich Krafttraining. Das stabilisiert die Gelenke und verbessert die Körperhaltung. Kniebeugen gelten zwar als Standard – doch es gibt gelenkschonendere Alternativen. Besonders für Menschen ab 60 Jahren, berichten Experten Ende Juni.
Auch die chinesische Kampfkunst Wushu liefert interessante Ansätze. Spezifische Elemente wie die Mabu-Haltearbeit oder kontrollierte Frontkicks verbessern die Landekontrolle und multidirektionale Bodenkraft. Erste Effekte sind meist nach vier bis acht Wochen spürbar.
Und was ist mit Kompressionsstrümpfen? Sie verbessern den venösen Rückfluss und senken bei Bettlägerigkeit das Thromboserisiko. Für eine Leistungssteigerung im Sport fehlt allerdings die wissenschaftliche Evidenz. Bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK) sind sie sogar kontraindiziert.
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Revolution in der Rheumatherapie
Rund 17 Millionen Menschen in Deutschland leiden an rheumatischen Erkrankungen. Die frühzeitige Diagnose bleibt entscheidend, betonen Fachvertreter der Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim.
Doch es gibt Hoffnung: Die CASTLE-Studie des Uniklinikums Erlangen, veröffentlicht im Juni in Nature Medicine, zeigt beeindruckende Ergebnisse. CD19-CAR-T-Zellen erzielten bei Lupus und rheumatoider Arthritis eine Komplettremission von 90 Prozent. Die Kosten: 300.000 bis 500.000 Euro pro Patient.
Ebenfalls im Juni: Erstmals wurde ein System zur Vagusnerv-Stimulation eingesetzt, um Entzündungsprozesse technologisch zu beeinflussen. Gleichzeitig erweiterte die EMA die Zulassung für den Wirkstoff Abatacept.
Protein-Wende: Bisherige Empfehlungen zu niedrig?
Eine Studie der Universität Cambridge, veröffentlicht am 17. Juni in Frontiers in Nutrition, stellt bisherige Proteinempfehlungen infrage. Für Kraftsportler empfiehlt Forscher Chris Macdonald 0,6 bis 1,6 Gramm Protein pro Pfund Körpergewicht.
Die Kombination aus aerobem Training und gezieltem Krafttraining senkt das Sterberisiko um 40 Prozent. Schon eine Minute intensiver Aktivität hat einen Effekt, der vier Minuten moderater Bewegung entspricht.
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Knochendichte: Jährliche Messungen empfohlen
Für Frauen ab 50 Jahren mit postmenopausaler Osteoporose gibt es neue Empfehlungen. Das National Institute for Health and Care Excellence (NICE) rät zu jährlichen Knochendichtemessungen. Das senkt das Frakturrisiko um bis zu 25 Prozent, heißt es in The Lancet vom 1. Juli.
Ein Pilotprojekt läuft bereits in mehreren Regionen. Die abschließenden Ergebnisse werden für 2027 erwartet.
Telemedizin: Apotheken senken die Hürden
Seit Juli bieten Apotheken assistierte Telemedizin an. Fachpersonal unterstützt Patienten ohne eigene technische Ausstattung bei Videokonsultationen mit Ärzten. Das soll die Hürden für präventive Beratungsgespräche senken.
