Resistente Stärke: Abkühlen senkt Kaloriengehalt um 15%
23.06.2026 - 10:28:11 | boerse-global.de
Ernährungswissenschaftler wie Henning Fenselau vom Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung und Hans Hauner von der TU München betonen: Die Struktur der Kohlenhydrate macht den Unterschied.
Ab 50 verliert der Körper jedes Jahr Muskelmasse – die wenigsten wissen, was das wirklich bedeutet. Ein Experte erklärt, wie Sie mit nur 6 einfachen Übungen zuhause gegensteuern können. Besser schlafen, weniger Rückenschmerzen, mehr Energie: So gelingt Krafttraining ab 50 ganz einfach
Komplexe Kohlenhydrate aus Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Kartoffeln liefern langanhaltende Energie. Das Gehirn ist darauf angewiesen – es braucht täglich rund 120 Gramm Glukose.
Einfache Kohlenhydrate aus Zucker oder Weißmehl treiben den Blutzucker dagegen schnell hoch und wieder runter. Die Folge: Heißhunger.
Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, wie stark sich unsere Ernährung verändert hat. Vor 100 Jahren lag die täliche Ballaststoffzufuhr bei rund 70 Gramm. Heute sind es im Schnitt nur noch 25 Gramm.
Kalorien sparen durch Abkühlen
Ein simpler Trick kann den Kaloriengehalt von Kartoffeln oder Nudeln senken. Christian Sina vom Institut für Ernährungsmedizin Schleswig-Holstein erklärt: Kühlt man gekochte Stärke ab, wird ein Teil unverdaulich. Die sogenannte resistente Stärke kann den Kaloriengehalt um bis zu 15 Prozent senken – und wirkt zudem präbiotisch.
In sozialen Medien kursieren zudem Getränke, die das Sättigungsgefühl steigern sollen. Die Ernährungsberaterin Erin Palinski-Wade ordnet die Wirkung von Gelatine-Getränken ein: Sie können kurzfristig helfen, ersetzen aber keine medizinische Behandlung. Gleiches gilt für grünen Tee, Gemüsesäfte oder Ingwerwasser – unterstützend, aber keine Wundermittel.
Schnell abnehmen? Eine Studie widerspricht alten Dogmen
Lange galt: Langsam abnehmen verhindert den Jo-Jo-Effekt. Eine norwegische Studie stellt diese Annahme infrage.
284 Teilnehmende, vorgestellt im Mai 2026 auf dem Europäischen Kongress für Adipositas in Istanbul: Eine Gruppe nahm weniger als 1.000 Kalorien pro Tag zu sich. Nach vier Monaten hatte sie 13 Prozent ihres Gewichts verloren. Eine Vergleichsgruppe mit rund 1.400 Kalorien kam auf lediglich 8 Prozent.
Nach zwölf Monaten lag der Verlust der „schnellen“ Gruppe bei 14,4 Prozent, die „langsame“ Gruppe bei 10,5 Prozent.
Dr. Line Kristin Johnson und Dr. Marie Spreckley betonen: Eine zügige Gewichtsabnahme muss nicht weniger nachhaltig sein.
Die fatale Rolle der Fettvermeidung
Jahrelang galt Fett als Feind. Der Gesundheitswissenschaftler Sven-David Müller warnt vor den Folgen: Der Austausch von Fetten durch raffinierte Kohlenhydrate könnte das Risiko für Fettleber und Typ-2-Diabetes erhöhen. Harvard-Wissenschaftler bezeichnen die über vier Jahrzete praktizierte fettarme Ernährung rückblickend als gescheitertes Experiment.
Abnehmspritzen: Weniger Bewegung, weniger Muskeln
GLP-1-Medikamente wie Ozempic oder Wegovy boomen. Doch sie haben Nebenwirkungen, die oft übersehen werden.
Eine Studie der ENDO-Konferenz 2026 in Chicago beobachtete 753 Erwachsene unter Medikation. Die tägliche Schrittzahl sank von durchschnittlich 5.047 auf 4.487. Auch die Zeit für moderate bis intensive Bewegung nahm ab.
Die Sorge der Experten: Weniger Aktivität führt zu ungewolltem Muskelabbau.
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