Reptilien, Therapie

Reptilien in der Therapie: NHS-Trust in Kent setzt auf Geckos und Schlangen

Veröffentlicht am: 11.10.2026 um 10:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Patienten berichten von mehr Ruhe und Wohlbefinden; ein Reptilienzentrum unterstützt den sicheren Einsatz in den Sitzungen.

NHS-Trust in Kent erprobt Reptilien in der Psychotherapie
Ein ruhiger, sonnendurchfluteter Bereich mit einem natürlichen Terrarium, das mit Steinen, Ästen und Moos gestaltet ist. Illustration mit AI erstellt.

Tiergestützte Interventionen gelten in der therapeutischen Praxis seit Langem als wirkungsvolle Ergänzung konventioneller Verfahren. Während klinische Einrichtungen traditionell vor allem auf Hunde oder Kleinsäuger zurückgreifen, erprobt der britische Gesundheitsdienst National Health Service (NHS) in der Grafschaft Kent alternative Wege. Der Kent and Medway Mental Health NHS Trust setzt im Rahmen der psychotherapeutischen Behandlung auf eine ungewöhnliche Tiergruppe: Reptilien.

Geckos, Bartagamen und Schlangen als Behandlungsbegleiter

In den psychotherapeutischen Programmen des Kent and Medway Mental Health NHS Trust kommen verschiedene Reptilienarten gezielt zum Einsatz. Neben Geckos und Bartagamen werden auch Schildkröten sowie Schlangen in die therapeutische Arbeit mit psychisch belasteten Menschen eingebunden.

Die Rückmeldungen der teilnehmenden Patientinnen und Patienten zeigen deutliche Effekte auf das persönliche Erleben während der Sitzungen. Die Behandelten berichten von einem spürbaren Gefühl der Ruhe sowie einem insgesamt verbesserten Wohlbefinden durch die Interaktion mit den Tieren.

Das Halten und Beobachten der Tiere kann Betroffenen helfen, emotionale Anspannung zu regulieren und sich im geschützten Rahmen auf das therapeutische Gespräch einzulassen.

Kooperation mit dem National Centre for Reptile Welfare

Um den fachgerechten und tierschutzkonformen Ablauf der therapeutischen Einheiten abzusichern, setzt der Gesundheits-Trust auf eine externe Fachpartnerschaft. Als offizieller Kooperationspartner des Projekts fungiert das National Centre for Reptile Welfare.

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Während viele Einrichtungen auf Hunde oder Kleinsäuger setzen, erprobt ein NHS-Trust in Kent den Einsatz von Geckos, Bartagamen und Schlangen in der psychotherapeutischen Arbeit — mit Rückmeldungen zu mehr Ruhe und Wohlbefinden bei den Behandelten. Wie Sie Reptilien fachgerecht und tierschutzkonform in Ihre Praxis integrieren, zeigt Ihnen unser kostenloser Leitfaden. Leitfaden jetzt kostenlos anfordern

Die direkte Betreuung des Reptilieneinsatzes im Kent and Medway Mental Health NHS Trust liegt bei Vikki Buxton-Helyer, die sich ehrenamtlich im Reptilienzentrum engagiert. Sie begleitet die tiergestützten Sitzungen vor Ort und stellt sicher, dass der Umgang mit den Geckos, Schlangen und weiteren Reptilien sowohl für die Patienten als auch für die Tiere selbst sicher und stressfrei verläuft.

Mediale Beachtung und therapeutische Relevanz

Über die Erfahrungen mit dem Reptilieneinsatz bei NHS-Patienten in Kent berichtete unter anderem der britische Sender BBC. Die Medienberichte rückten in den Fokus, wie auch nicht-domestizierte Tierarten therapeutische Prozesse unterstützen können. Im Gegensatz zu Tieren mit Fell lösen Reptilien seltener Allergien aus, und ihre ruhigen, gleichmäßigen Bewegungsmuster bieten für viele Patienten einen besonderen sensorischen Bezugspunkt.

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Fellbasierte Therapietiere lösen bei manchen Patienten Allergien aus — ein Grund, warum Einrichtungen nach Alternativen suchen. Reptilien kommen dabei seltener in Frage, wenn es um Allergien geht, und ihre ruhigen Bewegungsmuster bieten vielen Patienten einen besonderen sensorischen Bezugspunkt. Unsere Checkliste zeigt Schritt für Schritt, worauf Sie bei Haltung, Betreuung und Tierschutz achten müssen. Checkliste jetzt kostenlos sichern

Die Initiative in Kent verdeutlicht die Bandbreite alternativer Methoden in der psychiatrischen und psychotherapeutischen Versorgung. In Kombination mit geschulter Begleitung und spezialisierten Partnern bieten entsprechende Interventionen zusätzliche Möglichkeiten, die Selbstberuhigung und psychische Stabilität von Hilfesuchenden im klinischen Alltag zu fördern.

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de | wissenschaft | 70292014 |