Remote-Jobs: 106.000 Positionen auf dem Markt – Trend setzt sich fort
24.06.2026 - 00:39:18 | boerse-global.de
Aktuelle Daten der Bundesagentur für Arbeit zeigen: Am 23. Juni 2026 waren 24.078 Remote-Jobs auf dem zentralen Portal ausgeschrieben. Auf spezialisierten Plattformen wie HeyJobs finden sich sogar über 106.000 Positionen mit Homeoffice-Option.
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Die meisten Stellen sind vollständig remote
Die Analyse von remotely.de bringt Klarheit: Rund 75 Prozent der dort gelisteten Jobs sind komplett ortsunabhängig. Allerdings bleibt die regionale Bindung stark. Etwa 70 Prozent der Angebote beschränken sich auf ein bestimmtes Land. Nur 13 Prozent erlauben weltweites Arbeiten.
Aktive Arbeitgeber in diesem Segment sind Unternehmen wie Jobgether und Hire Feed. Auch regional zeigt sich das Bild: Im Raum Stade integrieren klassische Berufe wie Ingenieurwesen oder Vertrieb zunehmend Homeoffice-Modelle. Häufig dominieren hybride Konzepte mit festen Präsenztagen.
Gehaltsspreizung: Von 28.000 bis 150.000 Euro
Die Vergütung variiert stark nach Fachbereich. Im Design liegt das Durchschnittsgehalt bei 72.216 Euro – die Spanne reicht von 35.000 bis 150.000 Euro. Konkrete Ausschreibungen für UX/UI-Designer bewegen sich zwischen 68.000 und 80.000 Euro.
Andere Sektoren zeigen ein differenziertes Bild:
- IT und Beratung: Spacedome Media zahlt 45.000 bis 90.000 Euro, VISION Consulting bis zu 78.000 Euro
- E-Commerce und Personal: ENSO bietet 40.000 bis 58.000 Euro, SECUSTAFF 40.000 bis 48.000 Euro
- Pflegesektor: Bei Pflegia liegen Remote-Gehälter zwischen 28.900 und 32.000 Euro
Die Qualifikationsanforderungen sind gemischt. Die Polizei Berlin verlangt für die Entwicklung von Massendaten-Netzwerken einen Bachelor oder drei Jahre Erfahrung. Westfleisch setzt für SAP S/4HANA Finance ein Studium oder eine IT-Ausbildung voraus.
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Büros schrumpfen – der Wandel ist real
Unternehmen passen ihre Infrastruktur an. Das ifo-Institut berichtet: Bereits 10,3 Prozent der Firmen haben ihre Büroflächen reduziert. Weitere 12,5 Prozent planen diesen Schritt.
Branchenexperte Sven Damberger beobachtet einen fundamentalen Wandel: Das Büro wird zur Begegnungsstätte, nicht mehr zum primären Arbeitsort. Die Flächenplanung folgt einem Minimalprinzip, das auf die veränderte Anwesenheitskultur reagiert.
Auch der öffentliche Sektor digitalisiert sich. Eine bundesweite Biobank-Plattform geht am 1. Juli 2026 online. Sie soll zentralen Zugang zu Forschungsdaten ermöglichen. Das Projekt wird bis 2030 mit 50 Millionen Euro gefördert – ein klares Signal für digitale Kollaboration in der Forschung.
Was Arbeitnehmer wirklich wollen
Die Wünsche der Beschäftigten sind eindeutig. Eine Studie von Auslandsjob.de mit knapp 1.600 Teilnehmern zeigt: 62,3 Prozent möchten remote oder hybrid aus dem Ausland arbeiten. Über 85 Prozent finden Arbeitgeber attraktiver, die zeitweises Arbeiten im Ausland ermöglichen.
Die Jobportale bestätigen diesen Trend. Viele Suchende filtern gezielt nach Quereinstiegsmöglichkeiten oder flexiblen Teilzeitmodellen im Homeoffice. Unternehmen wie die Atruvia AG reagieren mit flexiblen Arbeitszeitmodellen ab 30 Wochenstunden. Das Ziel: eine moderne Work-Life-Balance ermöglichen.
