Reinigungsbranche: Laserreinigung und Saugroboter ersetzen Chemie
Veröffentlicht: 13.07.2026 um 20:31 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Zwei Trends dominieren: der Verzicht auf chemische Reinigungsmittel und die zunehmende Automatisierung. Innovative Verfahren verbinden Effizienz mit Umweltverträglichkeit – sowohl in der Industrie als auch im Privathaushalt.
Laserreinigung ersetzt Chemie und Strahlmittel
Ein Schwerpunkt liegt auf chemiefreien Verfahren. In der Industrie setzt sich die Laserreinigung durch. Anbieter wie QSG entfernen damit Rost, Lacke, Öle und Fette von Oberflächen. Der Vorteil: keine chemischen Rückstände, materialschonende Reinigung. Einsatzbereiche sind Gastronomie, Bauwesen und Fahrzeugtechnik.
Ergänzend kommen mobile Lösungen zum Einsatz. Seit Juli 2026 bietet IceCleanTec in Tirol Trockeneis- und Dampfreinigung an. Die ökologischen Methoden arbeiten ohne aggressive Substanzen. Auch bei erneuerbaren Energien spielen chemiefreie Verfahren eine Rolle: Galactic Services reinigt Photovoltaikanlagen in Ostösterreich mit dem Osmoseverfahren. Pollen, Staub und Vogelkot werden ohne Reinigungsmittel entfernt – das steigert die Energieeffizienz der Anlagen.
Saugroboter mit 40.000 Pascal Saugleistung
Im Privatsektor zeigt sich ein Trend zu mehr Leistung. Der im Mai 2026 eingeführte Saugroboter MOVA V70 Ultra Complete arbeitet mit 40.000 Pascal Saugleistung. Ausfahrbare Seitenbürsten und Mopp-Aufsätze erreichen auch Kantenbereiche.
Die Basisstationen übernehmen komplexe Wartungsaufgaben. Dazu gehört die Heißwasser-Moppwäsche bei bis zu 100 Grad Celsius. Beutellose Zyklon-Systeme senken laufende Kosten und reduzieren Abfall durch Staubsaugerbeutel.
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Nachhaltige Verbrauchsmaterialien für Haushalt und Gewerbe
Auch bei Verbrauchsmaterialien tut sich etwas. Mitte Juli 2026 stellte everdrop neue flüssige Waschmittel-Shampoos und Conditioner vor. Das Refill-System mit 2,5-Liter-Kanistern spart laut Hersteller bis zu 70 Prozent Plastik im Vergleich zu herkömmlichen Verpackungen. Die Produkte sind vegan und mikroplastikfrei.
Für die professionelle Gebäudereinigung gewinnen strukturierte Leitfäden an Bedeutung. Sie orientieren sich an der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV). Experten des Portals Cleanclub empfehlen Konzentrate zur Kostenoptimierung. Mischverhältnisse von bis zu 1:200 senken den Ressourcenverbrauch signifikant. pH-neutrale Reiniger für Hartböden und spezifische Desinfektionspläne für Sanitärbereiche vereinen hygienische Standards mit Materialschonung.
Fachkräftemangel trotz Automatisierung
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Die Branche steht vor personellen Herausforderungen. Marktdaten aus dem Juni 2026 zeigen einen kontinuierlichen Bedarf an Fachkräften und Führungspersonal. Gesucht werden Vorarbeiter, Teamleitungen und Reinigungskräfte im Minijob-Bereich. Die Vergütung in Ausschreibungen liegt teilweise bei 15 Euro pro Stunde für geringfügige Beschäftigungen.
Der Personalbedarf zeigt: Trotz zunehmender Automatisierung durch Robotik bleibt menschliche Fachkompetenz in der Reinigungsbranche unverzichtbar.
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