Reifenprofil, Experten

Reifenprofil: Experten raten zu 3–4 mm statt gesetzlicher 1,6 mm

Veröffentlicht am: 08.09.2026 um 05:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

ACV und ADAC empfehlen nach der Urlaubsfahrt Reinigung, Technikcheck und passende Reifenpflege, um Sicherheit und Verbrauch zu verbessern.

Auto nach dem Urlaub richtig pflegen: ACV zeigt die wichtigsten Schritte
Sauberer Wasserablauf unter einer Windschutzscheibe eines Fahrzeugs bei natürlichem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Nach intensiven Urlaubsfahrten weisen Automobile oft deutliche Gebrauchsspuren auf. Um die Zuverlässigkeit und den Wiederverkaufswert des Fahrzeugs langfristig zu sichern, haben Mobilitätsclubs und Fachleute Anfang September 2026 detaillierte Leitfäden zur Nachbereitung veröffentlicht. Im Zentrum steht dabei ein strukturiertes Vorgehen, das über die einfache Fahrt durch die Waschanlage hinausgeht.

Strukturierte Reinigung und technische Kontrolle nach dem ACV-Modell

Der Automobil-Club Verkehr (ACV) empfiehlt ein fünfstufiges Verfahren, um Fahrzeuge nach der Ferienreise wieder in einen optimalen Zustand zu versetzen. Dieser Prozess beginnt mit dem vollständigen Ausräumen des Wagens, gefolgt von einer gründlichen Reinigung des Innenraums.

Im dritten Schritt schließt sich die Außenwäsche des Lacks an. Besonders wichtig ist laut ACV die vierte Phase: die Überprüfung der Technik und insbesondere der Reifen. Den Abschluss bildet eine detaillierte Kontrolle auf mögliche Schäden, die während der Reise entstanden sein könnten.

Ein wesentlicher Sicherheitsaspekt betrifft dabei das Reifenprofil. Während die gesetzliche Mindestprofiltiefe bei 1,6 mm liegt, rät der ACV in seinen aktuellen Empfehlungen zu deutlich höheren Werten. Für Sommerreifen wird eine Profiltiefe von mindestens 3 mm nahegelegt, während bei Winterreifen sogar 4 mm vorhanden sein sollten, um eine sichere Bodenhaftung zu gewährleisten.

Spezialreinigung und Prävention von Feuchtigkeitsschäden

Ergänzend zur allgemeinen Reinigung weisen Experten auf oft übersehene Schwachstellen hin. Laub im Bereich der Windschutzscheibe stellt ein erhebliches Risiko dar, da es die Entwässerungsabläufe verstopfen kann. In der Folge drohen Wasserschäden im Fahrzeuginneren, weshalb eine regelmäßige Säuberung dieser Bereiche dringend empfohlen wird.

Für die streifenfreie Sicht bietet der Fachhandel spezifische Anleitungen zur Scheibenreinigung an. Ein effektives Ergebnis erfordere zunächst die Entfernung von grobem Schmutz. Bei der anschließenden Verwendung von Glasreiniger habe es sich bewährt, mit zwei separaten Tüchern zu arbeiten. Zudem raten Fachleute davon ab, die Glasflächen unter direkter Sonneneinstrahlung zu reinigen, um Schlierenbildung zu vermeiden.

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Instandsetzung von Kleinschäden und Effizienzsteigerung

Die technische Nachbereitung umfasst auch die Behandlung von Lackschäden. Für kleinere Ausbesserungen können Lackstifte verwendet werden, sofern die Beschädigungen bestimmte Maße nicht überschreiten. Experten beziffern die Grenze für Steinschläge auf einen Durchmesser von 5 mm und für Kratzer auf eine Länge von maximal 80 mm.

Bei größeren Flächenschäden sei das Verfahren hingegen nicht geeignet. Voraussetzung für die Anwendung ist die vollständige Entfernung von Rost. Zudem liegt die ideale Verarbeitungstemperatur für diese Produkte zwischen 15 und 22 °C.

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Abschließend rücken wirtschaftliche Aspekte in den Fokus der Fahrzeughalter. Nach Einschätzung des ADAC liegt das größte Potenzial zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs im individuellen Fahrverhalten. Dazu zählen eine vorausschauende Fahrweise und die konsequente Entfernung von unnötigem Ballast nach der Rückreise.

Auch die regelmäßige Kontrolle des Reifendrucks trage zur Effizienz bei. Als kostengünstigere Kraftstoffalternative wird auf E10 verwiesen, während vor speziellen Produkten, die eine Spritersparnis versprechen, gewarnt wird. Eine vorausschauende Wartung und korrekte Fahrzeugführung bleiben somit die effektivsten Hebel für einen ressourcenschonenden Betrieb.

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