Register-as-a-Service: Vier IT-Dienstleister bündeln Kräfte für Behörden
Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 21:09 Uhr | Redaktion boerse-global.deVier große öffentlich-rechtliche IT-Dienstleister bündeln ihre Kräfte zur Modernisierung der deutschen Registerlandschaft. Wie die AKDB, Komm.ONE, ekom21 und Dataport in Berichten vom 21. Oktober 2026 mitteilten, haben die Unternehmen auf der Fachmesse Smart Country Convention eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet. Gegenstand der Vereinbarung ist die Bereitstellung und Weiterentwicklung einer gemeinsamen Plattform nach dem Modell Register-as-a-Service (RaaS).
Cloudbasierte Vernetzung und Once-Only-Prinzip
Ziel der kooperativen Plattform ist es, Register cloudbasiert bereitzustellen und miteinander zu vernetzen. Das Vorhaben soll den Anschluss an die bundesweite Registermodernisierung sowie an das Nationale Once-Only-Technical-System (NOOTS) für die beteiligten Verwaltungen und Fachverfahren spürbar vereinfachen.
Über das Once-Only-Prinzip sollen Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen Nachweise und Daten künftig nicht mehr mehrfach bei unterschiedlichen Behörden einreichen müssen. Stattdessen ermöglicht die Infrastruktur den gesetzeskonformen, automatisierten Austausch zwischen den zuständigen Stellen.
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Die vier Partner betonen in diesem Zusammenhang, dass die fachliche Verantwortung sowie die Datenhoheit uneingeschränkt bei den jeweiligen registerführenden Stellen verbleiben. Die Plattform dient als technisches Bindeglied und Dienstleistungsarchitektur, ohne die verfassungsrechtlichen und fachlichen Zuständigkeiten der Verwaltungsträger zu verschieben.
Open-Source-Architektur als technische Grundlage
Als technische Basis der Initiative dient die Open-Source-Online-Register-Plattform (ORP) des IT-Dienstleisters adesso, die ursprünglich im Auftrag des Landes Schleswig-Holstein entwickelt wurde. Der Rückgriff auf offene Standards und Open-Source-Komponenten soll eine herstellerunabhängige und skalierbare Nachnutzung innerhalb der öffentlichen Hand gewährleisten.
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Die zugrunde liegende Plattform kommt bereits im praktischen Betrieb zum Einsatz: Zentral durch den IT-Planungsrat finanzierte Anschlussvorhaben der Registermodernisierung greifen nach Angaben der Partnerunternehmen schon heute auf die Architektur zurück.
Die nun vereinbarte Zusammenarbeit der vier überregional tätigen IT-Dienstleister soll die Plattform weiter konsolidieren und eine bundesweit interoperable Basis für künftige Registerprojekte schaffen.
