Regenspeicher, Solingen

Regenspeicher: Solingen installiert 400 Zisternen bis Jahresende

Veröffentlicht am: 03.09.2026 um 01:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Wohnungswirtschaft und Gartenbesitzer setzen auf Regenwasserspeicher, trockenheitsfeste Pflanzen und angepasste Pflege für widerstandsfähige Grünflächen.

Garten im Klimawandel: Regenwasser speichern und robuste Pflanzen wählen
Ein moderner, grauer Regenwasserspeicher in einem Garten mit trockenheitsresistenten Pflanzen vor einer Ziegelwand. Illustration mit AI erstellt.

Angesichts veränderter klimatischer Bedingungen rücken Strategien zur effizienten Wassernutzung und die Auswahl hitzeresistenter Pflanzen zunehmend in den Fokus der Garten- und Landschaftsgestaltung.

Berichte vom Anfang September 2026 verdeutlichen, dass sowohl private Gartenbesitzer als auch Akteure der Wohnungswirtschaft verstärkt auf Regentonnen und trockenheitstolerante Gewächse setzen, um den Bewässerungsaufwand zu reduzieren und Trinkwasserressourcen zu schonen.

Wassermanagement durch Regenwassernutzung im urbanen Raum

Ein zentraler Aspekt der Ressourcenschonung ist die Speicherung von Niederschlagswasser. Einem Bericht vom 2. September 2026 zufolge setzt der Spar- und Bauverein Solingen ein großflächiges Projekt zur Installation von Regenspeichern um, um der Trinkwasserknappheit entgegenzuwirken. Die eingesetzten Speicher verfügen über ein Fassungsvermögen von 450 Litern.

Bisher wurden im Rahmen dieser Initiative 280 Einheiten installiert. Die Planung sieht vor, bis zum Ende des Jahres 2026 insgesamt 400 Speicher in Betrieb zu nehmen, während das langfristige Ziel bei 2.000 Einheiten liegt. Das gewonnene Wasser findet nicht nur bei der Pflege von Grünanlagen Verwendung, sondern wird auch für Reinigungsarbeiten im Bereich der Treppenhäuser und Briefkästen genutzt.

Hinsichtlich der finanziellen Unterstützung für solche Maßnahmen existiert derzeit keine bundesweite Förderung für Regenwasserspeicher. Fachleute weisen jedoch darauf hin, dass Kommunen und Gemeinden eigenständige Förderprogramme für Zisternen und Speicherlösungen anbieten können.

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Zudem kann die Nutzung von Regenwasser Einfluss auf die Berechnung der Niederschlagswassergebühr haben, weshalb sich eine individuelle Anfrage bei den lokalen Behörden als sinnvoll erweist.

Auswahl hitzeresistenter Pflanzen für resiliente Gärten

Neben der Bewässerungstechnik spielt die botanische Zusammensetzung eine entscheidende Rolle für die Widerstandsfähigkeit von Grünflächen. Analysen der Gartensaison 2026 zeigen deutliche Unterschiede in der Hitzetoleranz verschiedener Arten.

Während Himbeerkulturen unter den hohen Temperaturen litten und Rasenflächen teilweise versteppten, erwiesen sich Pflanzen wie Cosmeen und Bodendeckerrosen als robust. Besonders hervorzuheben ist die Widerstandsfähigkeit von Feigenbäumen, die trotz Hitze und Hagelereignissen eine reiche Ernte hervorbrachten.

Als besonders effizient für trockene Standorte gilt die Rutenhirse (Panicum virgatum). Die Pflanze zeichnet sich durch ein bis zu 4 Meter tief reichendes Wurzelsystem aus, was sie sowohl gegen Trockenheit als auch gegen temporäre Nässe unempfindlich macht. Ab dem zweiten Standjahr gilt die Rutenhirse als weitgehend gießfrei. Für die Gestaltung stehen verschiedene Sorten zur Verfügung:

  • 'Shenandoah' (kompakter Wuchs, bordeauxrote Färbung)
  • 'Heavy Metal' (stahlblaue Färbung, hohe Hitzeresistenz)
  • 'Rehbraun' (kupferbraune Färbung, geeignet für Gruppenpflanzungen)
  • 'Northwind' (Wuchshöhe bis 180 cm, geeignet für große Flächen)

Eine Pflanzung wird bis Ende September an vollsonnigen Standorten empfohlen. Ein Rückschnitt sollte laut Expertenempfehlungen erst im Frühjahr erfolgen, um die Pflanze über den Winter zu schützen.

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Optimierung der Herbstbepflanzung und Bodenpflege

Die Herbstmonate bieten aufgrund der noch vorhandenen Bodenwärme und der zunehmenden Niederschläge ideale Bedingungen für die Neupflanzung von Stauden. Fachberichte empfehlen für diesen Zeitraum Arten wie Storchschnabel, Katzenminze, Sonnenhut und Herbst-Anemonen sowie verschiedene Ziergräser.

Bei der Pflanzung ist auf artgerechte Abstände zwischen 25 und 80 Zentimetern zu achten. Zur langfristigen Erhaltung der Bodenfeuchtigkeit und zur Unterdrückung von Beikräutern wird das Ausbringen einer Mulchschicht in einer Stärke von 2 bis 3 Zentimetern empfohlen.

Auch bei diesen Neuanpflanzungen raten Experten dazu, den Rückschnitt der vertrockneten Pflanzenteile erst im folgenden Frühjahr durchzuführen, um die natürliche Widerstandsfähigkeit der Gewächse zu fördern.

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de | wissenschaft | 70046412 |