Re:Form in Wien: Zellulose-3D-Druck zeigt neue Wege für Leuchten
Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 09:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Verbindung von ökologischer Verantwortung und ökonomischer Effizienz gewinnt in der modernen Industrie und Produktgestaltung zunehmend an Bedeutung. Ein zentrales Beispiel für diese Entwicklung ist das Programm Re:Form, eine Kooperation zwischen OekoBusiness Wien und der VIENNA DESIGN WEEK.
In der diesjährigen Festivalzentrale im Allianz-Gebäude am Hietzinger Kai 101 werden verschiedene Projekte vorgestellt, die zeigen, wie nachhaltiges Wirtschaften durch gezielte Designprozesse und innovative Materialnutzung unterstützt werden kann.
Strategische Allianz für nachhaltige Wirtschaftsmuster
Das Programm Re:Form hat sich zum Ziel gesetzt, Prototypen für eine nachhaltige Wirtschaft zu entwickeln. Laut Berichten vom 30. September 2026 findet dieses Format im Rahmen der VIENNA DESIGN WEEK 2026 bereits zum dritten Mal statt. Die organisatorische Basis bildet die langjährige Expertise von OekoBusiness Wien, einer Institution, die bereits seit 1998 Wiener Betriebe bei der Umsetzung ökologischer Maßnahmen unterstützt.
Die spezifische Kooperation mit der VIENNA DESIGN WEEK besteht seit dem Jahr 2023. Diese Partnerschaft verknüpft gestalterische Kreativität mit betrieblichem Umweltschutz, wobei das Festival im Jahr 2026 zudem sein 20-jähriges Bestehen feiert. Die Zusammenarbeit verdeutlicht, wie Design als Werkzeug fungieren kann, um theoretische Nachhaltigkeitskonzepte in greifbare industrielle Anwendungen zu überführen.
Technologische Innovationen bei Material und Fertigung
Ein wesentlicher Schwerpunkt der vorgestellten Projekte liegt auf der Erprobung neuer Fertigungsverfahren und dem Einsatz nachwachsender Rohstoffe. Ein Beispiel für technologische Innovation ist das Projekt zur Herstellung von Leuchtenkomponenten mittels Zellulose-3D-Druck, das gemeinsam mit dem Unternehmen Pulpstack umgesetzt wurde. Dieser Ansatz kombiniert additive Fertigung mit biologisch basierten Materialien, um die Abhängigkeit von fossilen Kunststoffen zu verringern.
Zellulose-3D-Druck zeigt, wie sich Leuchtenkomponenten aus nachwachsenden Rohstoffen fertigen lassen — und fossile Kunststoffe Schritt für Schritt ersetzen. Unser kostenloser Praxisleitfaden führt Sie in drei Schritten von der Materialwahl bis zur fertigen Komponente. Praxisleitfaden Zellulose-3D-Druck jetzt anfordern
Parallel dazu adressieren andere Projekte die Herausforderungen globaler Lieferketten und die Langlebigkeit von Produkten. Mit der sogenannten Snail-Series wird eine Leuchten-Serie präsentiert, deren Besonderheit in der Fertigung aus gelaserten Edelstahlteilen liegt.
Ein zentraler Aspekt dieses Konzepts ist die Realisierung der Produktion innerhalb Europas, um Transportwege zu minimieren und regionale Wertschöpfungsketten zu stärken. Die Verwendung von Edelstahl zielt zudem auf eine hohe Materialbeständigkeit ab.
Zirkuläre Konzepte in der räumlichen Gestaltung
Über die reine Produktentwicklung hinaus umfasst die Initiative Re:Form auch Ansätze für die zirkuläre Gestaltung von Innenräumen. Exemplarisch hierfür steht die Umgestaltung eines ehemaligen Bibliotheksraums der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU). In diesem Projekt wurde der Fokus auf die konsequente Wiederverwendung vorhandener Möbel und Materialien gelegt.
Lange Transportwege und globale Lieferketten belasten jede Innenraumgestaltung. Wie Sie Leuchten aus gelaserten Edelstahlteilen innerhalb Europas fertigen und regionale Wertschöpfung stärken, zeigt unsere Checkliste — Schritt für Schritt. Checkliste regionale Fertigung jetzt sichern
Durch diesen Ansatz der Ressourcenschonung im Bestand wird demonstriert, wie Räume funktional und ästhetisch aufgewertet werden können, ohne Primärressourcen in großem Umfang in Anspruch zu nehmen. Es dient als Modell für nachhaltiges Interior Design im institutionellen Kontext.
Die Ausstellung dieser nachhaltigen Designprojekte ist gemäß den vorliegenden Informationen bis zum 4. Oktober 2026 in der Festivalzentrale am Hietzinger Kai zugänglich. Die Initiative verdeutlicht, dass die Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaft maßgeblich durch die Neugestaltung von Materialkreisläufen und Produktionswegen vorangetrieben wird.
