RDP-FIDO-GATE 1.19: Imobile ergänzt Fernzugriff um Spiele-Streaming
Veröffentlicht am: 27.09.2026 um 23:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Imobile hat mit RDP-FIDO-GATE 1.19 eine neue Version seiner Fernzugriffslösung veröffentlicht, die einen speziellen Streaming-Modus namens FIDO Stream einführt. Wie clouddosage.com berichtete, tritt dieser Modus neben das klassische Remote-Desktop-Protokoll (RDP) und richtet sich gezielt an Nutzer, die Windows-Cloud-PCs zum Spielen verwenden wollen.
Hardware-Kodierung und hohe Bildwiederholraten
Der neue Modus setzt auf UDP-basiertes Streaming und nutzt dabei Hardware-Videokodierung. Laut Bericht unterstützt FIDO Stream bis zu vier XInput-Controller gleichzeitig sowie Zwei-Wege-Audio. Zudem sind Bildwiederholraten bis zu 240 Hz möglich, was die Lösung von klassischen RDP-Verbindungen abhebt, die für produktivitätsorientierte Anwendungen und nicht für latenzkritisches Gaming ausgelegt sind.
Imobile gibt für den lokalen Netzwerkbetrieb eine Click-to-Photon-Latenz von 25 bis 45 Millisekunden an. Diese Angabe stammt vom Unternehmen selbst; eine unabhängige Prüfung durch clouddosage.com fand laut dem Bericht nicht statt. Nutzer sollten diesen Wert daher als Herstellerangabe und nicht als extern verifizierten Messwert einordnen.
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Zugriffssteuerung per FIDO2-Schlüssel
Der Zugriff auf die Streaming-Sitzung wird über einen FIDO2-Schlüssel abgesichert. Nach Angaben von Imobile öffnet die Lösung den dafür genutzten UDP-Port 7441 ausschließlich für die authentifizierte IP-Adresse der jeweiligen Sitzung. Damit soll verhindert werden, dass der Port dauerhaft offen bleibt und zu einer Angriffsfläche wird – ein Ansatz, der die für Gaming-Streaming nötige geringe Latenz mit einem restriktiveren Sicherheitsmodell verbinden soll als bei permanent geöffneten Ports.
Voraussetzungen und Einschränkungen
Wer FIDO Stream nutzen will, benötigt einen separat bereitgestellten Windows-Host oder eine GPU-VM – die Lösung selbst stellt keine Rechenleistung zur Verfügung, sondern übernimmt lediglich die Übertragung. Das bedeutet zusätzlichen Aufwand und Kosten für Nutzer, die noch keine passende Cloud-Infrastruktur betreiben.
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Eine weitere Einschränkung betrifft den Einsatz in virtuellen Maschinen: Laut dem Bericht blockieren manche Anti-Cheat-Systeme Spiele, die in VMs laufen. Wer FIDO Stream mit einer GPU-VM statt einem dedizierten Windows-Host betreibt, könnte demnach bei bestimmten Multiplayer-Titeln auf Kompatibilitätsprobleme stoßen, da Anti-Cheat-Mechanismen virtualisierte Umgebungen häufig als Risiko einstufen.
Mit RDP-FIDO-GATE 1.19 positioniert sich Imobile damit an der Schnittstelle zweier bislang getrennter Anwendungsfälle: dem sicherheitsorientierten Fernzugriff auf Windows-Systeme und dem latenzsensiblen Cloud-Gaming. Ob sich der neue Streaming-Modus in der Praxis gegenüber etablierten Cloud-Gaming-Diensten behaupten kann, dürfte insbesondere von der tatsächlich erreichten Latenz außerhalb kontrollierter Testbedingungen abhängen.
