Rapsöl, Test

Rapsöl im Test: 22 von 24 Produkten erhalten bei Stiftung Warentest ein „gut“

Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 02:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Testbericht vom 12. Oktober 2026 bewertet die meisten geprüften Rapsöle positiv; ein Buttergeschmacksöl fällt durch.

Stiftung Warentest prüft 24 Rapsöle: 22 erhalten die Note gut
Ein weites, leuchtend gelbes Rapsfeld unter einem klaren Himmel. Illustration mit AI erstellt.

In einer umfassenden Untersuchung hat die Stiftung Warentest die Qualität und Reinheit von Speiseölen analysiert. Im Rapsöl-Test 2026 standen 24 verschiedene Rapsöle auf dem Prüfstand, darunter elf raffinierte Varianten, elf kaltgepresste Öle sowie zwei Produkte mit Buttergeschmack.

Sechs der überprüften Artikel trugen das EU-Bio-Siegel. Die Preisspanne im Testfeld reichte von 1,59 Euro bis 11,04 Euro pro Liter. Wie ein Bericht vom 12. Oktober 2026 darlegt, fiel das Gesamtergebnis bemerkenswert positiv aus: 22 der 24 getesteten Öle sicherten sich das Gesamturteil „gut“.

Kaum Schadstoffe und unkritische Erucasäure-Werte

Die Laboranalysen ergaben erfreuliche Resultate im Hinblick auf potenzielle Kontaminanten. Die Warentester wiesen weder in kritischen Mengen Pestizide noch Weichmacher oder Mineralölkohlenwasserstoffe nach. Auch prozessbedingte Fettschadstoffe, die typischerweise bei der industriellen Raffination entstehen können, blieben unauffällig.

Ein zentraler Prüfpunkt war der Gehalt an Erucasäure, die in den 1970er-Jahren weitgehend aus Speiserapssorten herausgezüchtet wurde. Während der gesetzliche EU-Grenzwert bei 2 Prozent liegt – beziehungsweise gemäß der Verordnung (EU) 2019/1870 auf 20 Gramm pro Kilogramm in pflanzlichen Ölen begrenzt ist –, war der Stoff in acht Ölen überhaupt nicht nachweisbar.

Bei den übrigen Erzeugnissen lag der durchschnittliche Anteil bei lediglich 0,2 Prozent. Damit bleiben die Werte weit unter den Grenzwerten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), die 2016 eine tolerierbare tägliche Aufnahme von 7 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht definiert hatte.

Die Spitzenreiter bei raffinierten und kaltgepressten Sorten

Bei den raffinierten Produkten setzte sich das Speiseöl von Rapso („100 % reines Rapsöl“) mit der Note 1,6 zu einem Preis von 5,53 Euro an die Spitze.

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Dicht dahinter folgte Rapsgold („Reines Rapsöl“) mit der Note 1,7 für 5,52 Euro. Den Titel des günstigsten guten Produkts im gesamten Testfeld sicherte sich Kaufland mit der Eigenmarke „K-Classic“, die mit der Note 1,8 bewertet wurde und 1,59 Euro kostete.

Unter den kaltgepressten Varianten erzielte das native Speiseöl „Bellasan Nativ“ von Aldi mit einer Note von 1,6 bei einem Preis von 2,58 Euro das beste Ergebnis, gefolgt von Alnatura („Rapsöl nativ“) mit der Note 1,8 für 4,58 Euro.

Einen deutlichen Dämpfer gab es hingegen für das Produkt „Rapsgold mit Buttergeschmack“, das lediglich mit „ausreichend“ abschnitt. Ausschlaggebend für die Abwertung war laut den Testern die Angabe eines natürlichen Aromas, die im Labor nicht nachvollziehbar gewesen sei.

Fettsäuremuster und Einsatzbereiche in der Ernährung

Ernährungsanalysen bestätigen das günstige Fettsäureprofil von Rapsöl. Es weist mit rund 7 Prozent einen sehr geringen Anteil an gesättigten Fettsäuren auf und dient als wertvolle pflanzliche Quelle für die Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure (ALA). In der EU ist das Öl uneingeschränkt verkehrsfähig und in üblichen Verzehrmengen auch für Kinder unbedenklich.

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In der Küche decken die verschiedenen Verarbeitungsformen unterschiedliche Funktionen ab. Raffiniertes Rapsöl zeichnet sich durch einen hohen Rauchpunkt sowie einen neutralen Geschmack aus, wodurch es sich vor allem zum Braten und Backen eignet. Kaltgepresste Produkte empfehlen sich hingegen für kalte Zubereitungen wie Salatsaucen und Dressings.

Zudem ist Rapsöl ein häufiger Bestandteil von verarbeiteten Lebensmitteln wie Margarine, Mayonnaise, Gebäck, Fertiggerichten und Pflanzendrinks. Mögliche gesundheitliche Risiken beschränken sich im Wesentlichen auf Personen mit spezifischen Allergien gegenüber Kreuzblütlern oder Senfkörnern.

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