Rambus, CryptoManager

Rambus CryptoManager: Root-of-Trust für AI-Rechenzentren

Veröffentlicht am: 15.09.2026 um 13:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Rambus stellt eine Caliptra-kompatible Sicherheitsarchitektur für KI-Chips und Rechenzentren vor, die mehrere Kryptostandards unterstützt.

Rambus bringt CryptoManager-Sicherheitslösung für Caliptra auf den Markt
Detailaufnahme einer Silizium-Wafer-Oberfläche mit komplexen Schaltkreisstrukturen in einer industriellen Laborumgebung. Illustration mit AI erstellt.

Der Halbleiterspezialist Rambus hat laut einer Mitteilung vom 14. September 2026 die Einführung des CryptoManager Root of Trust für die Caliptra-Spezifikation bekannt gegeben. Bei der Neuentwicklung handelt es sich um eine produktionsreife Lösung für die Sicherheitsorchestrierung, die speziell für den Einsatz in Rechenzentren sowie in System-on-Chips (SoCs) für künstliche Intelligenz konzipiert wurde.

Integration in das Open-Source-Ökosystem Caliptra

Ein zentrales Merkmal der neuen Sicherheitslösung ist ihre Interoperabilität mit dem Open-Source-Caliptra-Framework. Rambus setzt bei der Entwicklung auf den Open-Source-Caliptra-Kern, ein Projekt der CHIPS Alliance. Die Ursprünge dieser Spezifikation liegen im Open Compute Project (OCP), das darauf abzielt, standardisierte und transparente Sicherheitsbausteine für die Hardware-Industrie zu etablieren.

Durch die Ausrichtung auf diesen Industriestandard ermöglicht Rambus eine nahtlose Einbindung der Root-of-Trust-Funktionen in bestehende und künftige Chip-Designs. Die Architektur dient dabei als vertrauenswürdige Basis innerhalb der Hardware, um die Integrität von Systemprozessen in hochkomplexen Datenverarbeitungsumgebungen sicherzustellen.

Erweiterte Schutzmechanismen und kryptografische Agilität

Die technische Ausstattung des CryptoManager Root of Trust zielt darauf ab, Hardware gegen verschiedene Angriffsvektoren abzusichern. Wie aus Berichten vom 14. September 2026 hervorgeht, bietet das System integrierten Schutz gegen Seitenkanalangriffe (Side-Channel) sowie gegen die gezielte Injektion von Fehlern (Fault-Injection).

Diese Schutzebenen sind besonders in Umgebungen relevant, in denen physischer Zugriff oder hochentwickelte Manipulationsversuche ein Risiko für die Datensicherheit darstellen.

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Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der sogenannten kryptografischen Agilität. Die Lösung von Rambus ist darauf ausgelegt, eine Vielzahl von Verschlüsselungsverfahren zu unterstützen.

Dazu gehören laut Branchenberichten vom 15. September 2026 neben klassischen kryptografischen Algorithmen auch Post-Quanten-Kryptografie sowie regionale Krypto-Standards. Damit bereitet das Unternehmen den Weg für die Absicherung von Systemen gegen künftige Bedrohungen, die durch die Leistungssteigerung von Quantencomputern entstehen könnten.

Zertifizierungen nach internationalen Standards

Um den hohen Sicherheitsanforderungen in Unternehmen und staatlichen Einrichtungen gerecht zu werden, wurde das Modul für spezifische Zertifizierungen vorbereitet. Rambus bietet Unterstützung für die Standards FIPS 140-3 und SESIP. Diese Konformität mit international anerkannten Sicherheitsnormen unterstreicht den Anspruch des Unternehmens, eine validierte Grundlage für die Absicherung von KI-Infrastrukturen und Cloud-Diensten bereitzustellen.

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Die Kombination aus technischer Agilität und der Einhaltung etablierter Sicherheitszertifizierungen soll es Hardware-Entwicklern erleichtern, komplexe SoCs für den modernen Rechenzentrumsmarkt zu entwerfen, ohne Kompromisse bei der Sicherheit oder der Einhaltung regulatorischer Vorgaben eingehen zu müssen.

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de | wissenschaft | 70105018 |