RADV-Treiber, Valve

RADV-Treiber: Valve portiert Linux-Vulkan auf Windows

Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 08:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Valve lässt den Linux-Vulkan-Treiber RADV auf Windows portieren. Erste Spiele wie Counter-Strike 2 laufen bereits, doch das Projekt steckt noch in der Forschung.

Valve finanziert RADV-Vulkan-Treiber-Portierung auf Windows
Nahaufnahme einer High-End-Grafikkarte in einer professionellen Workstation-Umgebung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Valve finanziert die Portierung des Linux-Vulkan-Treibers RADV auf Windows – ein erster Meilenstein ist erreicht.

Der Spielekonzern Valve hat Ingenieure des Open-Source-Spezialisten Collabora beauftragt, den RADV-Vulkan-Treiber von Linux auf Windows zu portieren. Das Ziel: Den quelloffenen Treiber, der auf dem Steam Deck für herausragende Gaming-Leistung sorgt, auch Windows-Nutzern zugänglich zu machen.

Erste Erfolge: Counter-Strike 2 läuft auf Windows mit RADV

Die Collabora-Entwickler haben bereits einen ersten Durchbruch erzielt: Sie konnten Counter-Strike 2 unter Windows mit dem RADV-Treiber zum Laufen bringen. Die erste Phase des von Valve finanzierten Projekts konzentriert sich auf die Integration in das Windows Display Driver Model 2 (WDDM2).

Die größte Hürde: Für AMD-Hardware gibt es unter Windows keinen quelloffenen Kernel-Mode-Treiber. Da die Windows-Umgebung auf geschlossenen Komponenten basiert, müssen die Entwickler Teile von AMDs proprietärem Windows-Kernel-Treiber per Reverse Engineering nachvollziehen. Ziel ist eine stabile Schnittstelle oder eine sogenannte Shim-Bibliothek, die dem offenen Vulkan-Treiber die Kommunikation mit den Windows-Kernel-Strukturen ermöglicht.

Experimenteller Status – aber mit Potenzial

Der Code für die Windows-Portierung von RADV liegt auf einem experimentellen Branch bei GitLab. RADV ist zwar auf vielen Linux-Distributionen der Standard-Vulkan-Treiber für AMD-GPUs und entscheidend für den Erfolg von Steam Deck und Steam Machine, doch die Windows-Version befindet sich noch in einer frühen Forschungsphase.

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Louis-Francis Ratté-Boulianne von Collabora berichtete über die Fortschritte: Das Team arbeite derzeit an den komplexen Details des Reverse Engineerings undokumentierter Treiberänderungen, um langfristige Stabilität zu gewährleisten. Das Ziel: Eine Alternative zu proprietären Treibern, die von den für das Linux-Gaming-Ökosystem entwickelten Leistungsoptimierungen profitiert.

Mesa 26.1.6: Updates für Spiele und Hardware

Parallel dazu hat das Mesa-Projekt am 29. Juli 2026 die Version 26.1.6 veröffentlicht. Das Update umfasst mehr als 60 Commits von über 35 Entwicklern und behebt Fehler auf verschiedenen Hardware-Architekturen:

  • Fehlerbehebungen für Ambient Occlusion im Titel „Riddick"
  • Page-Fault-Probleme bei „Doom Eternal" auf RX-9070-Hardware wurden gelöst
  • Beleuchtungsverbesserungen für „Horizon Forbidden West"
  • Bugfixes für Intels Panther Lake durch den ANV-Treiber
  • Raytracing-Verbesserungen für AMDs NAVI32
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Linux-Kernel 7.3: Unterstützung für ältere AMD-Grafikkarten

Auch für den kommenden Linux-Kernel 7.3 bereiten Valves Ingenieure Unterstützung für ältere AMD-Hardware vor. DRM-Format-Modifier-Support für AMD-GPUs von der Radeon HD 7000-Serie bis zu den Polaris- und Fiji-Architekturen ist eingeplant. Diese Arbeiten sollen die Leistung und Kompatibilität für die älteren GFX6- bis GFX8-Hardwaregenerationen verbessern.

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