Radklassiker, Köln“

Radklassiker „Rund um Köln“: 108. Auflage mit Rekordbeteiligung

12.05.2026 - 06:11:26 | boerse-global.de

Der Radklassiker startet am 17. Mai mit über 8.500 Teilnehmern und einem neuen Triple-Anstieg am Schloss Bensberg.

Radklassiker „Rund um Köln“: 108. Auflage mit Rekordbeteiligung - Foto: über boerse-global.de
Radklassiker „Rund um Köln“: 108. Auflage mit Rekordbeteiligung - Foto: über boerse-global.de

Am 17. Mai startet die 108. Ausgabe von „Rund um Köln“ – eines der ältesten Eintagesrennen Deutschlands. Über 8.500 Profis und Hobbysportler sind gemeldet. Die Veranstaltung stellt die Region vor massive logistische Herausforderungen.

Der Radklassiker vereint Spitzensport mit dem Breitensport-Trend der „Fitness-Movement“-Welle. Das Event gliedert sich in das Profirennen der UCI-Kategorie 1.1 sowie die „Velodom“-Rennen für Jedermann-Fahrer. Die Organisatoren betonen die Bedeutung des gegenseitigen Verständnisses zwischen Sportlern und Anwohnern. Ein Großereignis dieser Größenordnung sei in dicht besiedelter Region ohne temporäre Einschränkungen nicht realisierbar.

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Baustelle wird für Renntag geräumt

Die Planung der Route erwies sich wegen zahlreicher Baustellen als besonders komplex. Ein Beispiel: der Abschnitt zwischen Overath-Heiligenhaus und Overath-Kotten. Dort kam es zu Verzögerungen bei Glasfaserarbeiten, besonders zwischen Leffelsend und Brodhausen. Die Vollsperrung muss wegen felsigen Untergrunds bis mindestens 24. Mai verlängert werden.

Für den Renntag wurde eine Ausnahmeregelung getroffen. Die Baustelle wird vollständig geräumt, die Straße kurzzeitig geöffnet. Ein Training für Hobbyradsportler auf diesem Abschnitt war wegen der laufenden Arbeiten nicht möglich. Die Flexibilität der Behörden verdeutlicht den Stellenwert des Rennens für das regionale Standortmarketing.

In Bergisch Gladbach, Kürten und Wipperfürth sind ebenfalls umfangreiche Sperrungen angekündigt. Sie beginnen etwa 30 Minuten vor der erwarteten Durchkunft des Fahrerfeldes. Rund 15 Minuten nach dem Ende des Rennabschnitts gibt die Polizei die Straßen wieder frei. In Wipperfürth betrifft dies voraussichtlich den Zeitraum zwischen 10:30 und 14:30 Uhr. Die Veranstalter empfehlen die Nutzung von Navigations-Apps wie Waze, in die alle Sperrungen in Echtzeit eingepflegt wurden.

Triple-Climb am Schloss Bensberg

Die 108. Ausgabe wartet mit einer markanten Neuerung auf. Erstmals passiert die Elite den Anstieg zum Schloss Bensberg dreimal. Die Passage ist für ihr anspruchsvolles Kopfsteinpflaster bekannt und gilt als emotionaler Höhepunkt des Rennens.

Die Profistrecke umfasst rund 191 Kilometer. Die Fahrer müssen etwa 20 Anstiege und über 1.850 Höhenmeter bewältigen. Der Agathaberg in Wipperfürth bleibt ein entscheidender Faktor. Mit bis zu 27 Prozent Steigung ist er die steilste Passage des Kurses und markiert den höchsten Punkt.

Im Starterfeld der Elite stehen rund 20 nationale und internationale Teams. Zu den gemeldeten Formationen zählen Visma-Lease a Bike, Red Bull-Bora-hansgrohe und Alpecin-Premier Tech. Deutsche Kontinental-Teams wie Lotto Kern-Haus oder BIKE AID nutzen die Bühne, um sich mit internationaler Konkurrenz zu messen. Besonders im Fokus: Lokalmatador Nils Politt.

Breitensport als Wirtschaftsfaktor

Parallel zum Profirennen mobilisiert das „Velodom“ die Massen. Die Wettbewerbe über 30, 60 und 120 Kilometer sind teilweise seit Wochen ausgebucht. Das „Velodom 120“ führt Hobbysportler über weite Teile der Originalstrecke der Profis. Das „Velodom 30“ startet am späten Vormittag in Bergisch Gladbach-Heidkamp und dient Einsteigern als Plattform.

Hinter dem sportlichen Spektakel steckt erhebliche wirtschaftliche Dynamik. Eine Untersuchung der Deutschen Sporthochschule Köln unterstreicht die Rolle solcher Events als Treiber für den Tourismus. Besonders das Beherbergungsgewerbe und die Gastronomie profitieren von Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet und dem angrenzenden Ausland. Neun von zehn Besuchern bei vergleichbaren Kölner Sportevents kommen laut Analyse nicht direkt aus der Stadt.

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Allein für den Renntag wird mit Zehntausenden Zuschauern gerechnet. Die sogenannten „Eventpoints“ am Ferrenberg in Overath oder am Schloss Bensberg sind mit Großleinwänden und Bewirtung ausgelegt. Sie verleihen dem Rennen Volksfestcharakter. Diese touristischen Effekte sind ein wesentlicher Grund, warum die Kommunen trotz logistischer Erschwernisse an der Durchführung festhalten.

Infrastrukturelle Herausforderungen

Die Durchführung von „Rund um Köln“ 2026 steht exemplarisch für die Herausforderungen moderner Sportgroßveranstaltungen im urbanen Raum. Die zunehmende Verkehrsverdichtung und sanierungsbedürftige Infrastruktur erfordern detaillierte Abstimmung zwischen Veranstaltern, Polizei und Ordnungsämtern. Dass eine Baustelle eigens für ein Radrennen geräumt wird, zeigt die politische Unterstützung für das Event.

Für Anwohner bedeutet der 17. Mai Einschränkungen. Die Organisatoren werben offensiv um Verständnis. Durch frühzeitige Plakatierung und Informationsschreiben an Haushalte entlang der Strecke wurde versucht, die Bevölkerung zu sensibilisieren. Das Engagement ehrenamtlicher Helfer von Feuerwehr und lokalen Vereinen wird als Rückgrat der Veranstaltung gewürdigt – ohne ihren Einsatz wäre die Sicherheit an Kreuzungen nicht gewährleistet.

Die mediale Präsenz, unter anderem durch einen Livestream der Sportschau, bewirbt das Rennen über die Region hinaus. Dies stärkt das Image des Bergischen Landes als Destination für Radtourismus – mit langfristig positiven Effekten auf die lokale Wirtschaft.

Ausblick auf den Renntag

Die Wetteraussichten deuten auf ideale Bedingungen hin. Der Startschuss für die ersten Velodom-Rennen fällt am frühen Morgen im Kölner Rheinauhafen. Die Elite folgt am Vormittag. Mit der Zielankunft wird am Nachmittag gegen 16:00 Uhr gerechnet.

Die meisten Straßensperrungen sollen bis zum späten Nachmittag aufgehoben sein. Die Veranstalter empfehlen, den betroffenen Bereich großräumig zu umfahren oder auf öffentliche Verkehrsmittel auszuweichen. Für die Fitness-Community in NRW markiert dieser Sonntag den bisherigen Höhepunkt der Saison 2026.

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