Qwen38-Max, Alibaba

Qwen3.8-Max: Alibaba stellt 2,4-Billionen-Parameter-Modell vor

Veröffentlicht am: 04.08.2026 um 01:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Alibaba präsentiert mit Qwen3.8-Max ein hochskalierbares KI-Modell, das die Aktie beflügelt. DeepSeek unterbietet US-Rivalen bei Preisen deutlich.

Alibaba Qwen3.8-Max: Chinas KI-Offensive setzt US-Konkurrenz massiv unter Druck
Moderne Serverinfrastruktur mit leuchtenden Glasfaserkabeln als Symbol für KI-Modellentwicklung und Rechenleistung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

China holt im KI-Rennen massiv auf. Mit Qwen3.8-Max präsentierte Alibaba am 3. August ein Modell mit 2,4 Billionen Parametern – und setzt die Konkurrenz damit gehörig unter Druck.

Alibabas Angriff auf die US-Spitze

Nur rund 95 Milliarden der Parameter sind aktiv, was auf eine effiziente Mixture-of-Experts-Architektur hindeutet. In Benchmarks wie Arena.AI gilt das Modell als leistungsfähigstes chinesisches Textmodell – in Schlagdistanz zu Claude von Anthropic oder OpenAIs Systemen.

Besonders stark zeigt sich das Modell in Fachbereichen: 86,6 Punkte im Terminal Bench, 93,0 im PaperBench. Ein Softwareprojekt soll damit in nur 16 Tagen durchgezogen worden sein. Trotzdem bleibt ein Rückstand: Branchenanalyst Micah Hill-Smith schätzt den Abstand chinesischer KI-Innovationen auf drei bis neun Monate. Die Modellgewichte will Alibaba in der zweiten Augustwoche veröffentlichen.

Die Börse reagierte sofort: Die Alibaba-Aktie sprang in Hongkong um bis zu 9,7 Prozent auf 127,60 HKD. Der Konkurrent Zhipu AI verlor dagegen 7,7 Prozent.

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DeepSeek sprengt den Preismarkt

Nicht nur die Leistung, auch die Kosten werden zur Waffe. DeepSeeks V4-Flash verlangt nur 0,14 USD pro Million Eingabe-Token und 0,28 USD pro Million Ausgabe-Token. Ein Vergleichstest zeigt die Dimension: Eine Abfrage kostete bei DeepSeek 3 Cent, bei US-Modellen über 3 USD.

Auch die Cloud-Infrastruktur wird zum Kostenfaktor. AWS und Superblocks brachten am 3. August Superblocks 3.0 mit einem „Smart Router" auf den Markt, der die Inferenzkosten für Codierung in privaten Clouds um bis zu 30 Prozent senken soll.

Autonome Agenten erobern den Arbeitsalltag

Google startete am 1. August Gemini Spark für Abonnenten in über 160 Ländern. Der Dienst basiert auf Gemini 3.6 Flash und arbeitet als autonomer Agent in der Cloud. Bereits Ende Juli kamen erweiterte KI-Funktionen in Google Docs.

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Europa setzt derweil auf Datensouveränität. ONLYOFFICE veröffentlichte Mitte Juni DocSpace 3.7 mit Chat-basierter Dokumentgenerierung und Unterstützung für Google AI und DeepSeek. Lösungen wie EuroOffice und ownCloud 11.0 (Update am 30. Juli) zielen darauf ab, europäische Sicherheitsstandards zu festigen.

Der Wettbewerb um die größten Modelle hält an – Moonshots Kimi K3 bringt es auf 2,8 Billionen Parameter. Doch der Fokus verschiebt sich: Entscheidend sind zunehmend wirtschaftliche Skalierbarkeit und die nahtlose Integration in bestehende Arbeitsprozesse.

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