Quishing, Smishing

Quishing und Smishing: Phishing-Angriffe explodieren um 146%

Veröffentlicht: 18.07.2026 um 09:32 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Kriminelle geben sich als ehrliche Finder aus, um an Apple-ID oder Google-Konto zu gelangen. Die Betrugszahlen steigen rasant.

Telekom warnt vor neuer Betrugsmasche nach Handydiebstahl
Ein Smartphone-Bildschirm zeigt eine betrügerische Nachricht, im unscharfen Hintergrund angedeutete Schatten einer Transaktion. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Deutsche Telekom schlägt Alarm.

Per SMS und Anruf: So tricksen die Diebe

Die Masche beginnt direkt nach dem Diebstahl. Die Täter kontaktieren ihre Opfer per SMS, Messenger oder Telefon. Sie geben vor, das Smartphone gefunden zu haben. Um es zurückzugeben, fordern sie die Apple-ID oder das Google-Konto samt Passwort.

Besonders perfide: Die Betrüger nutzen oft die Daten, die ihr im Verloren-Modus hinterlegt habt – etwa alternative Kontaktnummern. Mit den gestohlenen Zugangsdaten entfernen sie die Konten vom Gerät. Ohne aktive Nutzerverknüpfung lassen sich iPhones auf dem Schwarzmarkt viel einfacher und teurer verkaufen.

Quishing und Smishing legen massiv zu

Die Warnung kommt nicht von ungefähr. Die Betrugszahlen explodieren. Laut Analysen stieg Quishing – Phishing per QR-Code – im ersten Quartal 2026 um 146 Prozent. Jede neunte Phishing-Mail enthielt einen schädlichen Code. Smishing, also SMS-Phishing, legte im zweiten Quartal um 162 Prozent zu.

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Neben der Finder-Masche kursieren derzeit gefälschte ING-Benachrichtigungen zu Terminüberweisungen. Auch täuschend echte AOK-Mails zum Austausch der Gesundheitskarte sind im Umlauf. Sogar das Finanzamt wird nachgeahmt – mit Mails zu angeblichen Prüfungsanordnungen.

Xiaomi schafft Abhilfe – und das raten die Experten

Hersteller reagieren: Xiaomi rollt ein Update für HyperOS Security aus. Künftig müssen Nutzer sich authentifizieren, bevor ein gesperrtes Gerät ausgeschaltet wird. Das soll verhindern, dass Diebe die Ortungsfunktion sofort deaktivieren.

Die Telekom rät zu einem klaren Fahrplan nach einem Diebstahl:

  • Gebt niemals Passwörter oder PINs an angebliche Finder heraus
  • Markiert das Gerät sofort als verloren – über Apple oder Google
  • Lasst die SIM-Karte beim Anbieter sperren
  • Ändert alle Passwörter für verknüpfte Konten
  • Nutzt für offizielle Dienste nie Links aus unaufgeforderten Nachrichten
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Die Bundespolizei warnt zudem vor klassischen Tricks an Bahnhöfen. Anrempeln oder Beschmutzen – das sind oft die ersten Schritte, bevor die digitale Betrugsmasche beginnt.

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