Quishing und Smishing: Betrug per QR-Code und SMS um 146%
Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 00:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de
900 Franken durch eine organisierte Betrugsmasche auf TikTok. Der Senior fiel auf einen Werbebanner herein, der schnelles Geld durch Videobewertungen versprach.
Vom Lockangebot zur Fake-Plattform
Der Betrug begann harmlos: Ein TikTok-Werbebanner lockte mit Geld für das Bewerten von Videos. Nachdem der Rentner Kontakt aufnahm, verwiesen ihn die Betrüger an einen angeblichen „Mentor“ auf dem Nachrichtendienst Telegram.
Dort überzeugten sie ihn, Kapital in eine vermeintliche Kryptowährungs-Plattform zu stecken. Die Seite war jedoch manipuliert – ohne reale Investmentgrundlage. Der Nettoverlust: 10.900 Franken. Der Geschädigte erstattete inzwischen Anzeige bei der Luzerner Polizei.
Explosion bei Quishing und Smishing
Der Fall steht exemplarisch für eine Betrugswelle, die 2026 massiv zugenommen hat. Die Fälle von „Quishing“ – Phishing über manipulierte QR-Codes – stiegen im ersten Quartal um 146 Prozent. „Smishing“ per SMS legte im zweiten Quartal um 162 Prozent zu.
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Aktuell warnen Sicherheitsbehörden vor einer weiteren Masche: Kriminelle nutzen echte Buchungsdaten für Phishing-Angriffe über WhatsApp. Sie geben sich als Unterkünfte aus und fordern Urlauber auf, Buchungsdetails über einen mitgesendeten Link zu bestätigen. Der führt auf gefälschte Formulare, die sensible Zahlungsdaten abgreifen. Experten raten: Links nicht öffnen, stattdessen direkt im offiziellen Konto des Buchungsportals einloggen.
Sparkasse im Visier der Betrüger
Auch der Bankensektor ist betroffen. Derzeit kursieren Phishing-Mails im Namen der Sparkasse, die behaupten, das chipTAN-Verfahren laufe in Kürze ab. Verbraucherschützer warnen davor, auf die Links zu klicken oder persönliche Daten preiszugeben.
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Neben Online-Angriffen setzen Kriminelle zunehmend auf physische Manipulation. Im Kanton Zug entfernte die Polizei kürzlich gefälschte QR-Codes an Parkuhren – sie zielten auf Kreditkartendaten von Autofahrern ab. Die Kontrollen wurden verstärkt. Betroffenen rät die Polizei: Bei verdächtigen Forderungen keine Zahlungen leisten und umgehend Anzeige erstatten.
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