Queere Jugendliche: Berlin baut Beratungs- und Wohnnetz aus
05.06.2026 - 14:25:10 | boerse-global.de
Von offenen Jugendzentren über Wohnprojekte bis zu spezialisierten Beratungsangeboten – die Vielfalt der Unterstützung wächst.
Offene Türen ohne Hürden
Ein zentraler Baustein sind offene Jugendzentren für 12- bis 27-Jährige. Die „Queer Base“ in Tempelhof-Schöneberg etwa bietet donnerstags und freitags Treffpunkte ohne Voranmeldung oder Kosten. Neben einem Café in Marienfelde gibt es Workshops und gemeinsame Ausflüge.
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Ergänzt wird das durch Projekte wie „Zwille“ im Reuleaux-Haus der TU Berlin. Als Nachfolge einer früheren Besetzung bietet der Raum Platz für Initiativenbüros, Seminare und Veranstaltungen. Solche Orte sind zentrale Knotenpunkte für Austausch und Selbstorganisation.
Wohnen für alle Lebensphasen
Ein wegweisendes Projekt entsteht derzeit in Berlin-Mitte. In der Berolinastraße realisiert RuT-Wohnen (Rad und Tat) gemeinsam mit der landeseigenen WBM ein Lesbenwohnprojekt mit 74 Mietwohnungen – die meisten gefördert.
Die ersten Mieterinnen ziehen im Juni 2026 ein. Ab 1. Juli startet eine Pflege-WG mit acht Zimmern, am 1. August öffnet ein Kiezcafé. Die offizielle Eröffnungsfeier ist für den 28. August 2026 geplant. Ein Crowdfunding mit einem Ziel von 50.000 Euro läuft bereits.
Beratung für spezifische Lebensentwürfe
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Auch bei speziellen Themen gibt es Unterstützung. Das Regenbogenfamilienzentrum bietet am 16. Juli 2026 einen Informationsabend zur queeren Solo-Elternschaft – in Kooperation mit dem VAMV e. V.
Und beim Ausbildungsevent der Jugendberufsagentur am 10. Juni 2026 präsentieren sich 53 Unternehmen. Über 1.000 Jugendliche werden erwartet. Das Ziel: Der Übergang von der Schule in den Beruf soll diskriminierungsfrei gelingen.
Die Bedeutung solcher Strukturen zeigt sich auch im Umland. In Sachsen stufte das Oberverwaltungsgericht das Straßenfest des CSD Dresden als Versammlung ein – ein politisches Signal. Und in Schleswig-Holstein fördert das Land queere Beratungsprojekte mit bis zu 150.000 Euro, um auch außerhalb der Großstädte Angebote zu schaffen.
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