Qualcomm, Chippreise

Qualcomm erhöht Chippreise ab September: Apple und Samsung betroffen

Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 23:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Qualcomm verlangt seit September mehr für Chips, während Apple eigene Modems ausbaut und steigende Speicherpreise den Smartphone-Markt belasten.

Qualcomm erhöht Chippreise – Apple setzt stärker auf eigene Modems
Ein hochmoderner Mikrochip auf einer grünen Leiterplatte in einer industriellen Fertigungsumgebung. Illustration mit AI erstellt.

Qualcomm hat zum 1. September 2026 zweistellige Preiserhöhungen für seine Chips eingeführt. Als Begründung nannte das Unternehmen gestiegene Kosten bei seinen Zulieferern. Konzernchef Cristiano Amon erklärte dazu, man gebe lediglich die massiven Kostensteigerungen weiter, mit denen man selbst konfrontiert sei. Die neuen Preise werden Kunden zufolge individuell verhandelt und nicht pauschal auf alle Abnehmer angewendet.

Auswirkungen auf Apple und Samsung

Von der Preiserhöhung betroffen ist auch Samsung, einer der wichtigsten Qualcomm-Kunden. Bei Apple rechnet Qualcomm im Dezemberquartal mit einem Umsatzrückgang von 50 Prozent. Hintergrund ist, dass Apple zwar weiterhin Modems von Qualcomm für das iPhone 17 bezieht, beim iPhone 17e und dem iPhone Air jedoch bereits auf den selbst entwickelten C1X-Chip setzt.

Auch bei einigen Modellen des iPhone 18 Pro sowie bei Foldable-Geräten soll Apple künftig den eigenen C2-Chip einsetzen. Apple treibt damit seine Unabhängigkeit von externen Modem-Lieferanten weiter voran, was Qualcomms Position bei einem seiner größten Kunden schwächt.

Apple selbst hat für den 9. September 2026 die Vorstellung des iPhone 18 Pro und Pro Max angekündigt. Marktforscher von IDC prognostizieren dafür einen Preisanstieg von 100 US-Dollar in den USA, während Analyst Jeff Pu sogar von 250 bis 300 US-Dollar ausgeht.

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Auch chinesische Hersteller erhöhen Preise

Parallel zu Qualcomms Schritt haben auch mehrere chinesische Smartphone-Hersteller zum 1. September 2026 ihre Preise angehoben. Huawei verteuerte das Mate 80 Basismodell von 4.699 auf 5.499 Yuan, ein Plus von 800 Yuan. Beim Mate 80 Pro Max mit 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und 1 Terabyte Speicher stiegen die Preise von 8.999 auf 9.999 Yuan.

Xiaomi erhöhte die Preise für Mi 17 und 17 Pro um 300 Yuan, beim Mi 17 Pro Max fiel der Aufschlag mit 500 Yuan noch höher aus. Auch beim Redmi K90 Max/Ultra (+400 Yuan) und beim Turbo 5 Max (+200 Yuan) wurden die Preise angepasst.

Honor verteuerte das Power2-Modell mit 12 Gigabyte Arbeitsspeicher und 256 Gigabyte Speicher von 2.699 auf 3.199 Yuan, ein Anstieg von 500 Yuan, während das Magic8 um 300 Yuan teurer wurde.

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Speicherpreise als Treiber

Als einer der Gründe für die Preiserhöhungen gelten laut Qualcomm gestiegene DRAM- und Speicherpreise. Nach Angaben von TrendForce sind die DRAM-Vertragspreise gegenüber dem Vorquartal um 90 bis 95 Prozent gestiegen, NAND-Preise um 55 bis 60 Prozent. Samsung rechnet Berichten zufolge mit einer Speicherknappheit bis 2028, während SK Hynix davon ausgeht, dass 2027 das schwierigste Jahr werden könnte.

Vor diesem Hintergrund hat IDC seine Prognose für den Smartphone-Markt 2026 nach unten korrigiert: Statt eines Rückgangs von 13,9 Prozent erwarten die Marktforscher nun ein Minus von 16,7 Prozent, während der durchschnittliche Verkaufspreis (ASP) um 27 Prozent auf 581 US-Dollar steigen soll.

Auch bei Huawei zeigen sich die schwierigen Marktbedingungen in der Bilanz: Im ersten Halbjahr 2026 stieg der Umsatz zwar um 9,6 Prozent auf 467,82 Milliarden Yuan, der Nettogewinn brach jedoch um 36 Prozent auf 23,81 Milliarden Yuan ein.

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