QR-Code-Betrug: Smishing und Quishing steigen um über 146 Prozent
Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 14:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Masche: angebliche Anmeldeversuche von neuen Geräten.
Die E-Mails sehen täuschend echt aus und kopieren das offizielle Design der Plattform. Wer den darin enthaltenen Link klickt, landet auf einer gefälschten Login-Seite. Gibt man dort seine Zugangsdaten ein, landen sie direkt bei den Kriminellen.
Woran erkennt man die Fälschungen?
Sicherheitsexperten geben klare Hinweise: Offizielle Mails von X kommen ausschließlich von den Adressen @X.com oder @e.X.com. Die Plattform fordert niemals Passwörter per E-Mail an.
Parallel warnen Fachleute vor gekauften Verifikationshäkchen. Betrüger erstellen gefälschte Profile, kaufen sich den blauen Haken – und täuschen so Authentizität vor.
KI macht Phishing unsichtbar
Besonders perfide: Die Angreifer nutzen sogenanntes „Text-Salting". Seit April registrierten Beobachter über eine Million E-Mails mit dieser Methode. Dabei fügt eine KI unsichtbare Textblöcke ein, die Spam-Filter von Gmail oder Google Workspace austricksen sollen.
Auch andere Dienste sind betroffen. So kursieren Mails mit dem Betreff „View Recent Activity", die nicht vom angegebenen Absender stammen. Kriminelle kapern zudem Benachrichtigungssysteme von Zoom Events, um Schadsoftware zu verbreiten.
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Explosion bei QR-Code-Betrug
Die aktuelle Welle ist Teil eines größeren Trends. Die Zahlen sind alarmierend:
- Quishing (Phishing per QR-Code): plus 146 Prozent im ersten Quartal
- Smishing (SMS-Phishing): plus 162 Prozent im zweiten Quartal
Besonders dreist: In der Stadt Zug mussten Sicherheitskräfte gefälschte QR-Code-Aufkleber von Parkuhren entfernen. Die klebten über den echten Codes und leiteten Autofahrer auf betrügerische Zahlungsseiten.
Doch damit nicht genug. Auch physische Postsendungen mit manipulierten QR-Codes sind im Umlauf. Anfang Juli verursachte allein diese Masche Verluste von über 1,4 Millionen Dollar – ein Fall von Krypto-Betrug.
Neue Gefahr für Mac-Nutzer
Eine frische Malware namens „ClickLock Stealer" tarnt sich als System-Anmeldefenster. Sie sperrt den Bildschirm und gibt erst frei, wenn das Passwort eingegeben wurde. Ziel: Browserdaten und Krypto-Wallets abgreifen.
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Auch mobile Systeme bleiben nicht verschont. Eine Schwachstelle in Android 16 erlaubt es unter bestimmten Umständen, dass ein KI-Assistent Nachrichten versendet – ohne dass das Gerät entsperrt ist. Und bei älteren Apple-Prozessoren gelten bestimmte Hardware-Fehler als nicht reparierbar. Ein langfristiges Risiko für die Gerätesicherheit.
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