Qigong, Brustkrebs

Qigong bei Brustkrebs: Bewegung lindert Depressionen signifikant

Veröffentlicht: 19.07.2026 um 01:18 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Studien belegen positive Effekte von Qigong, Tanz und Akupressur auf das Wohlbefinden von Krebspatienten. Spezialisierte Zentren steigern die Behandlungssicherheit.

Krebsbehandlung: Qigong und Bewegung verbessern Lebensqualität
Eine Person praktiziert Qigong im Freien bei Sonnenaufgang, die Silhouette vor einem warmen Himmel betont die anmutigen Bewegungen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Aktuelle Studien zeigen: Die Lebensqualität von Krebspatienten lässt sich durch begleitende Maßnahmen deutlich verbessern.

Qigong lindert Depressionen bei Brustkrebs

Eine Studie des University of Texas M. D. Anderson Cancer Center belegt die positive Wirkung von Qigong auf Brustkrebs-Patientinnen während der Strahlentherapie. 96 Frauen in Shanghai trainierten fünfmal pro Woche 40 Minuten lang. Die regelmäßige Bewegung reduzierte depressive Symptome signifikant und steigerte die allgemeine Lebensqualität. Besonders bemerkenswert: Die Effekte waren noch drei Monate nach Therapieende messbar.

In Deutschland ist Qigong längst etabliert. Die gesetzlichen Krankenkassen fördern Kurse als Stressprävention – ein Zeichen für die wachsende Akzeptanz meditativer Bewegungsformen.

Peking baut Zentren für Prävention aus

Die Infrastruktur für komplementäre Behandlungen wächst. Mitte Juli 2026 verkündete das Nationale Amt für TCM in Peking den Ausbau von Fachzentren. Dong Yunlong, Vertreter der Behörde, bestätigte die Einrichtung von 33 nationalen Zentren für präventive Behandlungen. Ein Schwerpunkt liegt auf Wellness-Konzepten für die Sommermonate, dem sogenannten Sanfutian – vom 15. Juli bis 23. August.

Bewegung hilft auch krebskranken Kindern

Die Universität Hildesheim und die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) starteten am 17. Juli 2026 ein Gemeinschaftsprojekt zur pädiatrischen Onkologie. Ziel ist die Analyse von Sport bei Kindern mit akuter lymphatischer Leukämie (ALL). Die retrospektive Studie wertet bundesweite Daten seit dem Jahr 2000 aus – erwartet werden Datensätze von 2.000 bis 3.000 Kindern.

Finanziert von der Robert Tonn Stiftung und dem Verein für krebskranke Kinder Hannover, untersuchen die Forscher den Zusammenhang zwischen Bewegung und Schmerzmittelverbrauch, Krankenhausaufenthalten sowie psychischem Wohlbefinden. Die Ergebnisse sollen helfen, Therapiefolgen gezielt zu mildern.

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Guided Imagery und Akupressur gegen Übelkeit

Auch nicht-invasive Methoden zeigen Potenzial. Eine EBNP-Studie (Evidence-Based Nursing Practice) in Surabaya testete eine Kombination aus Guided Imagery und Akupressur. Chemotherapie-Patienten erhielten 10 bis 15 Minuten mentale Imagination plus eine kurze Akupressur am PC6-Punkt. Die Hälfte der Teilnehmer berichtete von einer signifikanten Senkung der Übelkeit.

Salsa gegen depressive Symptome

Die Universität Oxford untersuchte den Einfluss von Salsa-Kursen auf die psychische Gesundheit. Die am 15. Juli 2026 in Psychological Medicine veröffentlichte Studie mit 121 jungen Erwachsenen zeigt: Regelmäßiges Tanzen reduziert depressive Symptome und soziale Ängste. Ein Beleg für die Bedeutung sozialer Bewegungsaktivitäten.

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Spezialisierung verbessert Behandlungssicherheit

Der Qualitätsmonitor 2024 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) dokumentiert einen klaren Trend: Komplexe Eingriffe konzentrieren sich zunehmend auf spezialisierte Zentren. Bei Brustkrebs-Operationen sank die Zahl der Kliniken zwischen 2020 und 2024 von 575 auf 449, während die durchschnittliche Fallzahl pro Standort von 122 auf 166 stieg.

Dennoch: 2024 erfolgten noch 11 Prozent der Brustkrebs-Operationen in nicht-zertifizierten Zentren. Bei Lungenkrebs lag der Anteil in zertifizierten Spezialkliniken bei 57 Prozent. Die Einführung von Mindestmengen treibt die Zentralisierung voran – ein entscheidender Faktor für die Behandlungssicherheit.

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