Putztechnik Juni 2026: Saugroboter erreichen 42.000 Pascal
07.06.2026 - 12:11:18 | boerse-global.de
Während Öko-Marken auf Nachfüllstationen und biologisch abbaubare Inhaltsstoffe setzen, drängen Hochleistungs-Roboter in die Wohnzimmer. Beide Trends laufen parallel – und treiben die Branche in eine neue Richtung.
Nachhaltigkeit als Verkaufsargument
Im Bereich der Verbrauchsgüter gewinnen plastikfreie Lösungen an Boden. Die Schweizer Marke bluu verkauft Reinigungsmittel wie Bodenreiniger-Streifen und Kalklöser – komplett ohne Mikroplastik, Konservierungsstoffe oder Bleichmittel. Ein Prozent des Umsatzes fließt an die Organisation Viva con Agua.
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Das Vorarlberger Unternehmen Planet Pure geht einen anderen Weg: Rund 130 Nachfüllstationen in Kooperation mit dm und Spar sollen den Plastikmüll drastisch reduzieren. Die Touchscreen-Stationen arbeiten mit Gebinden aus 100 Prozent Recycling-Plastik. Laut Unternehmensangaben lässt sich der Müll so um über 80 Prozent senken. Die Produktion in Hörbranz basiert auf rein pflanzlichen Extrakten. Auch Anbieter wie CREaCLEAN setzen bei ihren EU-Ecolabel-zertifizierten Produkten auf recycelte Materialien.
Saugkraft satt: Was die neuen Roboter können
Parallel zur Öko-Welle bei den Reinigungsmitteln schreitet die Automatisierung der Bodenpflege rasant voran. Die aktuellen Modelle, die im Juni 2026 auf den Markt kommen, zeigen beeindruckende technische Daten.
Der Dreame X60 Pro Ultra Complete saugt mit 42.000 Pascal – ein neuer Branchenrekord. Ausfahrbare Arme für Bürsten und Mopps sorgen für eine lückenlose Reinigung an Kanten.
Besonders wichtig wird die Hygiene: Der Tineco Floor One S9 Scientist reinigt sich selbst mit Heißwasser und trocknet bei 85 Grad Celsius. Auch der Roborock Qrevo S Pro integriert eine Heißwasser-Moppwäsche bei bis zu 75 Grad in seine Dockingstation.
Smarte Navigation und Spezialanwendungen
Die Integration in Smart-Home-Standards wie Matter wird zum Standard. Der Roborock Qrevo S Pro beherrscht das bereits. Bei der Navigation setzt Narwal beim Freo Z10 auf LiDAR 4.0 und eine spezialisierte Schmutzerkennung. Dreame wiederum nutzt KI zur Erkennung von über 320 Objekttypen.
Doch nicht nur der Boden wird sauberer. Ein Gemüsereiniger von Ambiano nutzt Elektrolyse und Ultraschall, um Lebensmittel in Wasserbädern von bis zu drei Litern zu reinigen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hält dagegen: Für die übliche Küchenhygiene reiche gründliches Abwaschen unter fließendem Wasser.
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Zurück zu den Basics
Ein weiterer Trend zeigt in die entgegengesetzte Richtung: einfache mechanische Reinigung ohne Chemie. Putzschwämme, die nur mit warmem Wasser aktiviert werden, erzielen auf Textilien und Polstern positive Resonanz.
Die Branche bewegt sich also zwischen Hochleistungsrobotik und ökologischer Chemie – und dazwischen finden sich immer mehr Verbraucher, die beides wollen: weniger Müll und mehr Komfort.
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