Publisher-Aus, Microsoft

Publisher-Aus: Microsoft 365 kann .pub-Dateien seit Oktober nicht mehr öffnen

Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 07:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Publisher-Dateien lassen sich in Microsoft 365 künftig nicht mehr öffnen; Microsoft nennt PDF-Konvertierung und alternative Programme als Auswege.

Microsoft beendet Publisher: Folgen für Dateien, Lizenzen und Support
Ein minimalistischer Büroarbeitsplatz mit leeren Broschüren und einer Dokumentenmappe, die auf eine Archivierung von Unterlagen hindeutet. Illustration mit AI erstellt.

Microsoft stellt seine Desktop-Publishing-Software Publisher endgültig ein. Für Abonnenten von Microsoft 365 ist die Unterstützung ab dem 1. Oktober 2026 ausgelaufen, während für die unbefristeten Versionen Office 2021 sowie Office LTSC 2021 der Support ebenfalls endet.

Die traditionsreiche Anwendung, die seit den frühen neunziger Jahren für die Gestaltung von Druck- und Digitalpublikationen wie Flyern und Broschüren genutzt wurde, wird damit künftig nicht mehr weitergepflegt.

Folgen für bestehende Lizenzen und Dateiformate

Das Aus für das Programm bringt für Anwender spürbare Einschränkungen mit sich. In Microsoft 365 lassen sich Dateien im programmspezifischen Format mit der Dateiendung .pub künftig nicht mehr öffnen. Nutzer, die über eine zeitlich unbegrenzte Lizenz für Office 2021 verfügen, können Publisher zwar weiterhin installieren und ausführen, erhalten jedoch keinerlei Sicherheitskorrekturen, Fehlerbehebungen oder technischen Beistand mehr.

Microsoft stuft die weitere Ausführung der nicht mehr unterstützten Software als Sicherheitsrisiko ein. Für Office 2021 gibt es weder eine Fristverlängerung noch ein Programm für erweiterte Sicherheitsupdates.

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In Deutschland existiert zwar eine gesetzliche Aktualisierungspflicht für digitale Produkte, die nach dem 1. Januar 2022 erworben wurden, diese gilt jedoch nur innerhalb des gesetzlichen Gewährleistungszeitraums. Eine Ausweitung des Supports schließt der Softwarekonzern aus.

Migrationspfade und Konvertierung bestehender Bestände

Für den Übergang empfiehlt Microsoft, vorhandene Bestände an .pub-Dateien systematisch zu sichern. Anwender sollten Dokumente im Datei-Explorer, auf OneDrive oder SharePoint ausfindig machen, lokal ablegen und direkt in Publisher über die Speicherfunktion als PDF sichern.

Diese PDF-Dateien können anschließend bei Bedarf in Word geöffnet und weiterverarbeitet werden. Bei komplexen, überlappenden oder stark grafikintensiven Layouts kann es bei dieser Umwandlung allerdings zu optischen Verschiebungen kommen.

Für Organisationen mit umfangreichen Archiven steht ein automatisiertes Verfahren bereit. Über das PowerShell-Skript Convert-PubFileToPDF.ps1 lässt sich eine stapelweise Konvertierung durchführen. Das Skript unterstützt Filter- und Rekursionsbefehle und überspringt bereits vorhandene, gleichnamige PDF-Dokumente automatisch.

Software-Alternativen und paralleles Support-Ende

Als interne Nachfolgelösungen verweist Microsoft auf Word und PowerPoint. Für Anwender mit höheren Ansprüchen an das Layout bieten sich externe Programme wie Canva oder Affinity Publisher an. Eine weitere Option stellt das quelloffene und kostenfreie Programm Scribus dar, welches in der Lage ist, .pub-Dateien direkt zu importieren.

Das Support-Ende von Publisher fällt zusammen mit dem generellen Auslaufen von Office 2021 und Office LTSC 2021 am 13. Oktober 2026 im Rahmen des regulären Patch-Dienstags. Betroffen sind sämtliche Komponenten der Suite, darunter Word, Excel, PowerPoint, Outlook, Access, OneNote, Project und Visio.

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Als Folgeoptionen bleiben der Umstieg auf Abonnements wie Microsoft 365 Single für 99 Euro im Jahr oder Microsoft 365 Family für 129 Euro im Jahr. Alternativ steht Office Home 2024 als Einmalkauf für 149 Euro bereit, dessen Support bis Oktober 2029 reicht, oder der Wechsel zu kostenlosen Web-Versionen sowie Alternativen wie LibreOffice.

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