Psychosoziale, Fähigkeiten

Psychosoziale Fähigkeiten: La Réunion stärkt Kinder von 3 bis 26 Jahren

Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 04:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Gesundheits- und Bildungsakteure verknüpfen Programme, Fortbildungen und regionale Zusammenarbeit für Kinder und Jugendliche von 3 bis 26 Jahren.
Ein lichtdurchfluteter, leerer Klassenraum mit minimalistischen Holzmöbeln und sanftem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Die systematische Stärkung psychosozialer Kompetenzen gewinnt im Bildungs- und Gesundheitsbereich zunehmend an strategischer Bedeutung. Wie aus einem Bericht von sante.fr vom 03.11.2026 hervorgeht, verfolgen die regionale Gesundheitsagentur ARS La Réunion und die Schulbehörde Rectorat das Ziel, psychosoziale Fähigkeiten bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 3 bis 26 Jahren auszubauen.

Die Umsetzung erfolgt in enger Kooperation mit der Organisation Promotion Santé Réunion sowie der nationalen Behörde Santé Publique France. Im Mittelpunkt steht das Ziel, junge Menschen in ihrer emotionalen Entwicklung und Beziehungsfähigkeit zu unterstützen und präventiv zu begleiten.

Langfristige Ausrichtung auf die Generation 2037

Eingebettet sind die Maßnahmen auf La Réunion in die französische ressortübergreifende Strategie für den Zeitraum von 2022 bis 2037. Dieses langfristige Gesamtkonzept sieht vor, dass die Generation 2037 die erste sein soll, die in einem lückenlosen, kontinuierlichen Förderumfeld für psychosoziale Fähigkeiten aufwächst.

Um diesen kontinuierlichen Ansatz vom Kleinkindalter bis ins junge Erwachsenenalter sicherzustellen, arbeiten Gesundheitsbehörden und Bildungseinrichtungen eng zusammen. Die Maßnahmen sollen strukturell ineinandergreifen, anstatt isolierte Einzelaktionen zu bleiben.

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Fachlicher Austausch und regionales Seminar im Oktober

Ein zentraler Schritt zur Koordinierung der regionalen Vorhaben fand Ende Oktober statt. Laut dem Bericht von sante.fr wurden am 27.10. regionale Fachtreffen zum Thema psychosoziale Kompetenzen abgehalten, an denen unter anderem Béatrice Lamboy und Dominique Jeannel von Santé publique France mitwirkten.

Im Anschluss an diese Zusammenkunft folgte ein regionales Seminar, um die praktische Ausgestaltung der Maßnahmen weiterzuentwickeln und den institutionellen Austausch zwischen Gesundheitssektor und Schulwesen zu vertiefen.

Etablierte Programme und methodische Hebel

Bei der praktischen Umsetzung setzt die ARS La Réunion auf eine Reihe spezifischer Programme. Zum Einsatz kommen unter anderem die Ansätze Unplugged, Primavera, Good Behaviour Game, PRODAS sowie das Programm Zarboutan. Diese Initiativen decken unterschiedliche Altersstufen ab und zielen auf die Stärkung sozialer Fähigkeiten, Selbstregulation und Prävention ab.

Um die Programme wirksam in die Praxis zu überführen, definiert die ARS La Réunion mehrere zentrale Hebel: Neben umfassenden Fortbildungen steht der Aufbau einer regionalen Gemeinschaft zertifizierter Trainerinnen und Trainer im Fokus.

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Zudem soll ein Aufruf zur Interessenbekundung zivilgesellschaftliche Vereine gezielt in die Umsetzung einbinden. Ergänzt wird die Struktur durch Schülerinnen und Schüler, die als Gesundheitsbotschafter eingesetzt werden, um die Vermittlung psychosozialer Kompetenzen auch auf Peer-Ebene direkt im schulischen Umfeld zu verankern.

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