Psychosoziale, Beratung

Psychosoziale Beratung: Neuer Care Point in Schmalkalden ab April

15.06.2026 - 01:52:01 | boerse-global.de

In Schmalkalden eröffnet ein muttersprachlicher Beratungsdienst für Migranten. Das Angebot soll psychologische Hürden senken und soziale Entschädigung nach Gewalt vermitteln.

Neuer Ipso Care Point: Psychosoziale Hilfe für Migranten in Schmalkalden
Psychosoziale - Eine vielfältige Gruppe von Menschen nimmt an einer unterstützenden Beratungssitzung teil, geleitet von einem Therapeuten. 15.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Seit dem 1. April 2026 gibt es in Schmalkalden einen neuen Ipso Care Point für psychosoziale Beratung. Das Angebot richtet sich speziell an Menschen mit Migrationshintergrund – und zwar in ihrer Muttersprache.

Getragen wird das Projekt vom Institut für Berufsbildung und Wirtschaft (IFBW). Es ist Teil eines Netzwerks mit Standorten in Meiningen und Suhl. Ziel: Sprachbarrieren in der psychologischen Erstberatung abbauen und niederschwelligen Zugang zu mentaler Unterstützung schaffen.

Soziale Entschädigung nach Gewalterlebnissen

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Die Relevanz frühzeitiger Hilfe zeigt sich besonders bei Opfern von Gewalt und Terror. Ein Beispiel: die Aufarbeitung des Münchner Anschlags vom 13. Februar 2025. Betroffene, die danach eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) entwickeln, leiden oft unter erheblichen Einkommenseinbußen.

Das Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) bewilligt in solchen Fällen soziale Entschädigungen. Rechtsgrundlage ist das Vierzehnte Buch Sozialgesetzbuch (SGB XIV). Die Leistungen sollen die wirtschaftlichen Folgen gesundheitlicher Beeinträchtigungen durch Gewalttaten abfedern.

Internationaler Austausch zum Schutz kritischer Infrastruktur

Neben der individuellen Unterstützung rückt die strukturelle Widerstandsfähigkeit von Kommunen in den Fokus. Vom 16. bis 18. Juni 2026 plant Tirana (Albanien) eine Dialogveranstaltung zur regionalen Resilienz. Vertreter aus neun Ländern nehmen teil – darunter Albanien, Armenien, Georgien, Kosovo, Montenegro, Serbien, die Türkei, die Ukraine und Deutschland.

Der einjährige Prozess kombiniert Präsenzformate mit virtuellen Veranstaltungen. Schwerpunkt: kommunale Resilienz und Schutz kritischer Infrastruktur. Ziel sind konkrete Strategien, um Städte besser auf Krisen vorzubereiten.

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Teilhabe und Entlastung vor Ort

In Essen findet am 18. Juni 2026 die Abschlusstagung des Projekts „Teilhabe in neuen Ankunftsquartieren stärken“ statt. Beteiligt sind ILS Research, die TU Berlin, das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) und STADTRAUMKONZEPT. Die Stiftung Mercator fördert die Kooperation. Untersucht wird, wie der gesellschaftliche Zusammenhalt in Quartieren mit hoher Fluktuation gelingt.

Auch pflegende Angehörige bekommen Unterstützung. Im rheinland-pfälzischen Dreis-Brück bietet das „Café Auszeit“ regelmäßige Termine an – im Juni, September und Dezember 2026. Die kostenfreien Treffen bieten Austausch und psychische Entlastung. Ein Beispiel dafür, wie wichtig Selbsthilfeangebote im Bereich Mental Wellness sind.

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