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Psychische Belastung: Krankentage erreichen Rekord von 119 Tagen

Veröffentlicht am: 04.08.2026 um 03:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Krankschreibungen wegen psychischer Belastungen erreichen 2025 einen Höchststand. Die KKH verzeichnet 119 Fehltage je 100 Versicherte – ein Anstieg von 80 Prozent seit 2017.

Psychische Belastungen: Rekord-Krankenstand bei Berufstätigen
Ein leerer Büroarbeitsplatz mit ergonomischem Stuhl als Symbol für psychische Belastung am Arbeitsplatz. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Zahl der Krankschreibungen wegen psychischer Belastungen ist auf ein Rekordhoch gestiegen. Daten der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) zeigen: Im Jahr 2025 kamen auf 100 Versicherte knapp 119 Krankheitstage durch akute Belastungsreaktionen und Anpassungsstörungen. Im Vorjahr waren es noch 112 Tage.

Belastungsreaktionen: Plus von 80 Prozent seit 2017

Der Trend ist kein kurzfristiges Phänomen. Seit 2017, als die KKH 66 Fehltage je 100 Versicherte registrierte, stiegen die Ausfälle um rund 80 Prozent. Auch die Fallzahlen explodieren: Waren es 2017 noch 19.658 Fälle, verzeichnete die Krankenkasse 2025 insgesamt 33.425.

Damit ist die Belastungsreaktion inzwischen die häufigste psychische Diagnose unter Berufstätigen. Im Gesamtranking aller Krankschreibungsgründe belegt sie Platz drei. Die Entwicklung erstreckt sich über fast ein Jahrzehnt – ein klares Zeichen, dass es sich um eine strukturelle Veränderung der Arbeitswelt handelt, nicht um eine vorübergehende Schwankung.

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Die KKH meldet für 2026 einen Rekord bei Krankschreibungen wegen psychischer Belastung – mit 119 Tagen je 100 Versicherte. Unternehmen, die jetzt handeln, senken Ausfälle und Kosten. Dieser Leitfaden liefert eine Checkliste zur Stressprävention und klare Homeoffice-Regeln. Jetzt kostenlosen Leitfaden anfordern

Homeoffice als Stressfaktor

Die Ursachen sind vielfältig. KKH-Ärztin Aileen Könitz nennt ein hohes Arbeitspensum, zunehmende Überstunden, Existenzängste, Konflikte am Arbeitsplatz und als zu gering empfundene Gehälter als Haupttreiber.

Besonders kritisch sieht die Expertin die Entwicklung beim mobilen Arbeiten. Zwar biete Homeoffice Flexibilität, doch verschwimmen die Grenzen zwischen Beruf und Privatleben. Fehlen klare Regeln zur Erreichbarkeit, entsteht laut Könitz ein „unsichtbarer Stress“. Die fehlende Regeneration macht Arbeitnehmer anfälliger für Anpassungsstörungen – ein Problem, das Unternehmen künftig stärker adressieren müssen.

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