Proximus und Legalfly: KI übernimmt Vertragsprüfung und Compliance-Aufgaben
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 17:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Proximus Group hat KI-Tools des belgischen Start-ups Legalfly übernommen, um regulatorische Compliance-Prozesse zu unterstützen. Wie telecompaper.com berichtete, kommen die Werkzeuge künftig auch bei der Rechtsrecherche sowie bei der Prüfung von Dokumenten und Beschaffungsvorgängen zum Einsatz.
Vertragsprüfung und Dokumentenanalyse
Die von Legalfly bereitgestellte Software deckt laut dem Bericht mehrere Anwendungsbereiche ab: Neben der Vertragsprüfung und dem sogenannten Redlining, also der markierten Überarbeitung von Vertragstexten, ermöglichen die Tools auch die gleichzeitige Analyse mehrerer Dokumente.
Wer sich mit der Digitalisierung von Rechtsabteilungen befasst, muss auch die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen im Blick behalten. Dieser kostenlose Download verschafft Ihnen den Überblick über Fristen, Pflichten und Risikoklassen, den Ihre Rechts- und IT-Abteilung jetzt dringend braucht. EU AI Act in 5 Schritten verstehen
Für Rechts- und Compliance-Teams, die regelmäßig große Mengen an Verträgen und regulatorischen Unterlagen sichten müssen, verspricht das eine Beschleunigung wiederkehrender Prüfschritte.
Sichere Umgebung für KI-Agenten
Legalfly stellt für die Workflows bei Proximus eine sichere Umgebung für KI-Agenten bereit, die speziell auf Rechtsdokumente und das Monitoring regulatorischer Vorgaben zugeschnitten ist. Damit sollen Compliance-Verantwortliche kontinuierlich über relevante regulatorische Entwicklungen informiert werden, ohne diese manuell verfolgen zu müssen.
Menschliche Kontrolle bleibt bestehen
Während KI-Systeme die Dokumentation erleichtern, warnen Compliance-Experten davor, die neuen regulatorischen Anforderungen zu ignorieren. Der kostenlose Umsetzungsleitfaden zum EU AI Act hilft Ihnen dabei, alle relevanten Übergangsfristen einzuhalten und rechtlich auf der sicheren Seite zu sein. Kostenlosen Leitfaden zur KI-Verordnung herunterladen
Trotz des Einsatzes automatisierter Werkzeuge bleibt die Endkontrolle bei Proximus selbst. Die finale Prüfung und Freigabe von Dokumenten und Analysen liegt weiterhin bei den Mitarbeitenden und den Rechtsteams des Konzerns. Die KI-Tools von Legalfly dienen demnach als Unterstützung im Arbeitsprozess, nicht als Ersatz für die menschliche Entscheidungsinstanz.
Der Schritt reiht sich in eine breitere Entwicklung ein, bei der Unternehmen zunehmend KI-gestützte Software zur Bewältigung regulatorischer Anforderungen einsetzen. Für Proximus, als großen Telekommunikationskonzern mit umfangreichen Compliance-Verpflichtungen, könnte die Integration solcher Werkzeuge helfen, die Bearbeitung rechtlicher und regulatorischer Dokumente effizienter zu gestalten.
