Proton Easy Switch: Google Workspace zu Proton ohne Ausfallzeiten
17.06.2026 - 17:45:38 | boerse-global.de
Ab sofort können Firmen ihre E-Mails, Kalender, Kontakte und Domains von Google Workspace zu Proton übertragen – ohne Betriebsunterbrechungen.
Parallelbetrieb ohne Ausfallzeiten
Das neue Tool mit dem Namen „Easy Switch for Business" ermöglicht den parallelen Betrieb beider Systeme während der Übergangsphase. Unternehmen müssen also nicht befürchten, dass während der Migration wichtige Daten verloren gehen oder Systeme stundenlang ausfallen. IT-Administratoren können in Ruhe prüfen, ob alle Daten korrekt übertragen wurden, bevor sie den endgültigen Wechsel vollziehen.
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Proton bedient bereits über 100.000 Geschäftskunden – darunter Anwaltskanzleien, Medienhäuser, öffentliche Einrichtungen und NGOs. Der Schritt ist Teil einer umfassenden Strategie: Der Anbieter baut sein Portfolio für Unternehmen kontinuierlich aus.
Verschlüsselte Alternative zu Google Docs
Zeitgleich mit dem Migrationstool launchte Proton am 17. Juni 2026 „Docs in Proton Drive". Der Ende-zu-Ende-verschlüsselte Dokumenteneditor ist als direkte Konkurrenz zu Google Docs konzipiert. Er bietet Echtzeit-Zusammenarbeit, Live-Cursor, Kommentarfunktionen und ist kompatibel mit .docx-Dateien. Alle Daten liegen auf den hauseigenen Servern in der Schweiz.
Der Editor ergänzt die bestehende Infrastruktur, die Proton zuletzt durch die Übernahme von Standard Notes gestärkt hatte. Das Unternehmen gehört der gemeinnützigen Proton Foundation – eine Konstruktion, die feindliche Übernahmen verhindern soll. Proton wirbt mit der strikten Einhaltung des Schweizer Datenschutzrechts als entscheidendem Vorteil gegenüber US-Anbietern.
Europa sucht nach digitaler Souveränität
Die neuen Tools kommen zu einem Zeitpunkt, an dem europäische Unternehmen und Behörden zunehmend kritisch auf Abhängigkeiten von US-Technologiekonzernen blicken. Gesetze wie der US CLOUD Act oder der britische Investigatory Powers Act haben viele Organisationen verunsichert. Sie fürchten, dass ihre Daten US-Behörden zugänglich sein könnten.
Proton ist nicht der einzige Anbieter, der diese Sorgen adressiert. Die Erasmus-Universität in den Niederlanden startet im Juli 2026 ein Pilotprojekt mit Nextcloud als Alternative zu Microsoft 365. Das Projekt wird von der niederländischen IT-Organisation SURF koordiniert und läuft ein Jahr. Ziel ist es, Open-Source- Lösungen auf lokalen Servern zu testen – außerhalb der US-Gerichtsbarkeit.
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Proton will seine Migrationsmöglichkeiten weiter ausbauen. Nach dem Fokus auf Google Workspace plant das Unternehmen für die zweite Jahreshälfte 2026 ein eigenes Tool für den Umstieg von Microsoft 365. Insgesamt zählt Proton nach eigenen Angaben inzwischen über 100 Millionen Nutzer – Privatpersonen und Organisationen – über seine Dienste wie VPN, Mail, Drive und Kalender.
