Protein-Diäten: Bei 10% droht Nierenversagen durch Überkonsum
17.06.2026 - 08:29:02 | boerse-global.de
Forscher der ETH Zürich und des MIT haben eine innovative Technologie entwickelt: Eine Pille aus Zellulosefasern, die im Magen aufquillt und Wirkstoffe über 12 bis 24 Stunden kontrolliert abgibt. Das Unternehmen Enzian Pharmaceutics plant nach erfolgreichen ersten Tests am Menschen nun eine größere klinische Studie mit Prostatakrebs-Patienten.
Neue Kombinationstherapie gegen Prostatakrebs zugelassen
Am 13. Juni genehmigte die US-Gesundheitsbehörde FDA eine neue Kombinationstherapie aus Truqap (Capivasertib), Abirateron und Prednison. Sie richtet sich an Patienten mit PTEN-defizientem metastasiertem hormonsensitiven Prostatakarzinom (mHSPC). Ein Zulassungsantrag für den europäischen Markt wird derzeit geprüft.
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Die gutartige Prostatahyperplasie (BPH) bleibt eine der häufigsten Diagnosen bei alternden Männern. Über 50 Prozent der Männer über 60 Jahre zeigen entsprechende Anzeichen. Zu den typischen Symptomen gehören häufiger nächtlicher Harndrang und ein abgeschwächter Harnstrahl. Unbehandelte Vergrößerungen erhöhen das Risiko für Harnverhalt, Blasensteine und Nierenfunktionsstörungen.
Dr. Joanna Triscott von der Universität Bern wurde Mitte Juni für ihre Forschung am PIP4K2-Protein ausgezeichnet. Dieses könnte eine Schlüsselrolle bei der Resistenzbildung gegen Hormontherapien spielen.
Kreatin: Entzündungshemmende Wirkung widerlegt
Kreatin gehört zu den am häufigsten verwendeten Supplementen zur Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit. Eine tägliche Dosis von etwa 5 Gramm unterstützt die ATP-Produktion und fördert Kraft sowie Muskelaufbau. Der Zeitpunkt der Einnahme ist weniger entscheidend als die Konsistenz.
Eine Meta-Analyse der Universität São Paulo (Unesp) vom 13. Juni relativierte jedoch die oft vermuteten entzündungshemmenden Eigenschaften. Die Auswertung von acht randomisierten Studien ergab keine konsistenten Belege für eine solche Wirkung beim Menschen. Bei Extremsportlern nach extremen Belastungen wie Marathons wurden teilweise reduzierte Entzündungsmarker beobachtet. Gesichert bleibt der Nutzen für die Erholung und die Gehirnfunktion.
Protein-Diäten: Experten warnen vor Nierenschäden
Fachleute warnen vor den Gefahren hochdosierter Proteindiäten, die in sozialen Medien beworben werden. Während Influencer oft Mengen von bis zu 2 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht empfehlen, liegt die offizielle Empfehlung des britischen Gesundheitsdienstes NHS bei 0,8 Gramm. Bei etwa 10 Prozent der Bevölkerung kann exzessiver Proteinkonsum zu Nierenversagen führen. Symptome wie Juckreiz oder Müdigkeit treten oft erst bei irreversiblen Schäden auf.
Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) warnte zudem vor Fehlinformationen im Internet. Viele Nutzer können Gesundheitsversprechen in sozialen Medien nicht kritisch einordnen. Besonders kritisch sei dies bei Produkten wie Glucosamin, das zur Gelenkgesundheit beworben wird. Eine Studie von UF Health deutet darauf hin, dass die Einnahme bei Alzheimer-Patienten den Gedächtnisverlust beschleunigen könnte. Der Stoff überwindet die Blut-Hirn-Schranke und führt im Gehirn zu Hyperglykosylierung.
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Neue Leitlinie zur Harninkontinenz veröffentlicht
In der klinischen Versorgung geriatrischer Patienten wurde eine aktualisierte S2k-Leitlinie zur Harninkontinenz veröffentlicht. Sie adressiert nun verstärkt psychosomatische Aspekte sowie die Langzeitdrainage der Blase.
Aktuelle Untersuchungen aus der Schweiz zeigen zudem: Etwa jeder vierte Senior leidet an einem Vitamin-B12-Mangel. Das Risiko für Demenzerkrankungen steigt dadurch signifikant. Zur Diagnose empfehlen Fachkreise funktionelle Marker wie Methylmalonsäure – sie liefern verlässlichere Ergebnisse als einfache Bluttests.
