Prostatakrebs, VIR-5500

Prostatakrebs: VIR-5500 senkt PSA-Wert bei 82 Prozent um die Hälfte

29.05.2026 - 01:21:27 | boerse-global.de

Neue Immuntherapie VIR-5500 zeigt starke PSA-Reduktion. Radiopharmaka und Flüssigbiopsie verbessern Behandlung und Früherkennung.

HP setzt auf lokale KI als Antwort auf schwieriges PC-Jahr - Foto: über boerse-global.de
HP setzt auf lokale KI als Antwort auf schwieriges PC-Jahr - Foto: über boerse-global.de

Aktuelle Daten aus dem Mai 2026 deuten auf eine Entwicklung hin zu gezielteren Therapieansätzen hin – von neuartigen Immuntherapien über verbesserte Diagnosewerkzeuge bis hin zu technologischen Innovationen im Strahlenschutz.

Anzeige

Während die moderne Medizin beeindruckende Fortschritte bei der Behandlung macht, setzen viele Männer bereits früher auf natürliche Prävention. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Spezialreport, wie Sie durch gezielte Ernährung Ihre Prostatagesundheit unterstützen und Operationen vermeiden können. 7 Ernährungs-Tipps zur natürlichen Vorbeugung jetzt kostenlos sichern

Neue Immuntherapie zeigt starke Wirkung

Am 28. Mai 2026 präsentierte ein Forscherteam um Johann de Bono auf einem Symposium in San Francisco vielversprechende Daten zu VIR-5500, einem sogenannten T-Zell-Engager. Das Medikament soll die körpereigenen Abwehrzellen gezielt gegen Krebszellen lenken.

An der Studie nahmen 58 Männer mit fortgeschrittenem Prostatakrebs teil. Besonders beeindruckend fielen die Ergebnisse in der höchsten Dosierungsgruppe aus: Bei 17 Patienten sank der PSA-Wert bei 82 Prozent um mindestens die Hälfte. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) verzeichnete sogar einen Rückgang von 90 Prozent oder mehr. Bei 29 Prozent der Teilnehmer reduzierte sich der Tumormarker um mindestens 99 Prozent.

Ein besonders bemerkenswerter Fall: Ein 63-jähriger Patient mit Lebermetastasen erlebte nach sechs Behandlungszyklen das vollständige Verschwinden aller 14 Tumorknoten. Die gute Nachricht: 88 Prozent der Studienteilnehmer berichteten nur von milden Nebenwirkungen.

Radiopharmaka: Präzise Bestrahlung von innen

Auch bei den Radiopharmaka tut sich einiges. Für den 30. Mai 2026 hat Aktis Oncology neue Daten zu AKY-2519 angekündigt. Dabei handelt es sich um ein radioaktives Medikament, das mit Actinium-225 bestückt ist und gezielt den B7-H3-Rezeptor auf Krebszellen angreift.

Erste Ergebnisse von 16 Patienten mit metastasiertem, kastrationsresistentem Prostatakrebs zeigen eine starke Anreicherung in den Tumoren, die mindestens sechs Tage anhielt. Das gesunde Gewebe wurde dagegen nur gering belastet. Die berechneten Strahlendosen für vier Behandlungszyklen deuten auf eine effektive Bekämpfung von Tumorknoten und Knochenmetastasen hin, während Knochenmark und Speicheldrüsen weitgehend geschont blieben. Eine Phase-Ib-Studie läuft bereits, erste umfassende Ergebnisse werden aber erst 2027 erwartet.

Technologische Innovationen im Strahlenschutz

Olympus baut sein Onkologie-Portfolio aus: Der Medizintechnikkonzern übernimmt BioProtect für umgerechnet rund 240 Millionen Euro. Der Abschluss soll noch im zweiten Quartal 2026 erfolgen. BioProtect stellt ein Ballon-Spacer-System her, das gesundes Gewebe während der Strahlentherapie bei Prostatakrebs schützt. Seit der Markteinführung 2023 wurde das System bereits in über 11.000 Behandlungen eingesetzt.

Anzeige

Neben technologischen Innovationen spielt die tägliche Lebensweise eine entscheidende Rolle für den Erhalt der männlichen Vitalität. Dieser kostenlose Guide enthüllt, welche alltäglichen Lebensmittel die Prostata belasten und wie Sie Ihr Wohlbefinden langfristig schützen können. Hier den kostenlosen Report 'Die Prostata Revolution' anfordern

Früherkennung: Flüssigbiopsie erkennt Resttumore

Myriad Genetics präsentierte Ende Mai 2025 Daten zu seinem Precise MRD-Assay. Dieser Test analysiert zirkulierende Tumor-DNA (ctDNA) im Blut und kann selbst kleinste Mengen verbliebener Krebszellen nachweisen. In einer Studie mit über 1.100 Patienten erreichte das Verfahren eine Erkennungsrate von 97 Prozent.

Die Forscher betonen: Der Nachweis von ctDNA nach einer Operation ist ein starker Indikator für das Rückfallrisiko – und das bei mehreren Tumorarten, darunter Prostata- und Magenkrebs.

Grundlagenforschung: Proteine reaktivieren und Abwehrzellen stärken

Ein internationales Forschungskonsortium mit Beteiligung der Universitäten Frankfurt, Marburg, Köln und Zürich veröffentlichte am 28. Mai 2026 im Fachjournal PNAS eine Studie zu DARPins. Diese kleinen, antikörperähnlichen Proteine können mutierte p53-Proteine – ein Tumorsuppressor, der bei über 50 Prozent aller Krebserkrankungen defekt ist – wieder in ihre funktionsfähige Form zurückfalten.

Parallel dazu veröffentlichte die McGill-Universität im April 2026 in EMBO Reports eine Studie zur Stärkung der natürlichen Killerzellen (NK-Zellen). Durch die Hemmung bestimmter Proteine (PTPN1 und PTPN2) mit niedermolekularen Inhibitoren konnten die Forscher die Abtötungsrate aggressiver Krebszellen in präklinischen Tests deutlich steigern. Diese Erkenntnisse könnten langfristig zu neuen Therapiestrategien auch bei Prostatakrebs führen.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wissenschaft | 69437041 |