Prostatakrebs und Reisen: Pflanzenbasierte Kost senkt Risiko um 47%
Veröffentlicht: 09.07.2026 um 04:53 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Doch die Vorbereitung ist entscheidend, um gesundheitliche Risiken zu vermeiden.
Medikamente sicher mitnehmen
Vor der Abreise steht das Gespräch mit dem behandelnden Arzt. Er klärt die individuelle Belastbarkeit und die Reisefähigkeit. Das CRM Centrum für Reisemedizin rät: Medikamente in ausreichender Menge aus Deutschland mitnehmen.
Der Grund: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen rund 10,5 Prozent der Arzneimittel minderwertig oder gefälscht sind. Besonders in Südostasien, Zentral- und Westafrika drohen Präparate ohne therapeutische Wirkung. Experten empfehlen, Tabletten in original verschlossenen Blisterpackungen zu transportieren.
Die Kostenfalle im Ausland
Viele Reisende unterschätzen die finanziellen Risiken. Eine Erhebung der HanseMerkur zeigt: Ein medizinischer Rücktransport von Spanien nach Deutschland kostet fast 25.000 Euro. Über 40 Prozent der Befragten schätzen den Betrag auf unter 5.000 Euro. Eine Auslandskrankenversicherung ist für Krebspatienten daher unerlässlich.
Infektionsschutz und Klimarisiken
Für Krebspatienten ist der Schutz vor Infektionen besonders wichtig. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt Risikogruppen eine Influenzaimpfung. Doch die Durchimpfungsrate bei chronisch Kranken liegt in Deutschland bei lediglich 28 Prozent.
Die UCSF-Studie zeigt: Mit pflanzenbasierter Kost senken Männer über 65 ihr Risiko für ein Fortschreiten der Erkrankung um 47 Prozent. Unser Ratgeber liefert den passenden Ernährungsplan und eine Checkliste für sichere Reisen. Jetzt kostenlosen Ratgeber anfordern
Das Robert Koch-Institut (RKI) warnt zudem vor Umweltgefahren. Bei Wassertemperaturen über 20 Grad Celsius steigt in der Ostsee das Risiko für Vibrionen-Infektionen. Die Bakterien gelangen über offene Wunden in den Körper und können bei immungeschwächten Personen schwere Sepsis auslösen.
Auch die Sonne birgt Risiken: Einige Krebstherapien erhöhen die Lichtempfindlichkeit der Haut. Ein hoher Lichtschutzfaktor ist Pflicht.
Ernährung als Therapie-Baustein
Die University of California, San Francisco (UCSF) untersuchte den Einfluss der Ernährung auf den Krankheitsverlauf. Ergebnis: Eine pflanzenbasierte Kost senkt das Risiko für ein Fortschreiten der Erkrankung bei Männern über 65 Jahren um 47 Prozent. Auch gesundes Körpergewicht und regelmäßige Bewegung spielen eine entscheidende Rolle.
Neue Hoffnung aus der Forschung
Fortschritte bei der Behandlung fortgeschrittener Stadien könnten die Mobilität der Patienten weiter verbessern. Auf einem Fachsymposium in San Francisco wurden Daten zu einem neuen Antikörper (VIR-5500) vorgestellt. In einer Studie mit 58 Patienten führte die höchste Dosierung bei 82 Prozent der Teilnehmer zu einem Rückgang des PSA-Wertes um mindestens die Hälfte. In Einzelfällen dokumentierten Ärzte sogar vollständige Metastasenfreiheit.
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Austausch und Unterstützung
Selbsthilfegruppen bieten Betroffenen eine wichtige Plattform. Die Prostatakrebs-Selbsthilfegruppe Düsseldorf feierte im Mai 2026 ihr 25-jähriges Jubiläum. Sie informiert regelmäßig über neue Leitlinien und digitale Angebote wie KI-gestützte Bildanalysen – und hilft Patienten, den Alltag und Reisen besser zu bewältigen.
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