Prostatakrebs, Scherwellenelastographie

Prostatakrebs: Scherwellenelastographie erklärt 60% der Fälle

06.06.2026 - 20:33:12 | boerse-global.de

Dänische Forscher entdecken: Aspirin-Einnahme führt zu häufigeren Untersuchungen und früheren Blasenkrebs-Diagnosen.

Aspirin-Studie: Überraschender Effekt bei Blasenkrebs-Früherkennung
Prostatakrebs - Nahaufnahme von Prostatakrebszellen unter einem Mikroskop, umgeben von verschwommenen Laborgeräten. 06.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Aspirin könnte helfen, Blasenkrebs frühzeitig zu erkennen.

Aspirin als Früherkennungs-Tool

Die Universität Aarhus untersuchte Daten von über 50.000 Aspirin-Nutzern aus den Jahren 2005 bis 2023. Die Ergebnisse: Wer täglich Aspirin nimmt, bemerkt häufiger Blutungen. Das führt zu mehr Zystoskopien – und damit zu früheren Krebsdiagnosen.

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Studienleiterin Dr. Malene Söth Hansen erklärt: Aspirin-Anwender werden öfter untersucht. Tumore werden dann oft in einem frühen, nicht-invasiven Stadium entdeckt. Zum Vergleich: Nutzer anderer Schmerzmittel ließen sich ebenfalls häufiger untersuchen, hatten aber seltener tatsächlich Krebs.

Die Studie erschien im Juni 2026 im Journal of Internal Medicine.

KI und Elastographie: Genauer als je zuvor

Auch bei Prostatakrebs gibt es Fortschritte. Auf der Jahrestagung der American Urological Association (AUA) im Frühjahr 2026 präsentierten Forscher Ergebnisse zur Scherwellenelastographie (SWE). Die SWE-gestützte Biopsie erkannte Krebs in über 60 Prozent der Fälle. Das konventionelle Verfahren lag bei rund 35 Prozent.

Parallel dazu treibt Künstliche Intelligenz die Diagnostik voran. KI-gestützte MR-Fusionsbiopsien kombinieren MRT-Bilder mit Ultraschall. Sie steuern verdächtige Areale präziser an. Das spart unnötige Biopsien.

Im Juni 2026 gaben das Unternehmen Reply und das Europäische Institut für Onkologie bekannt: Sie entwickeln spezialisierte KI-Sprachmodelle für die Uroonkologie. Ziel sind bessere Prävention und Diagnostik.

Neue Therapie senkt Metastasen-Risiko

Für Hochrisiko-Patienten mit Prostatakrebs gibt es Hoffnung. Die Phase-3-Proteus-Studie untersuchte den Wirkstoff Apalutamid in Kombination mit einer Androgendeprivation. Die Behandlung lief ein Jahr vor und nach der Prostata-Entfernung.

Das Ergebnis: Das Risiko für Metastasen oder Tod sank um 20 Prozent. Die 5-Jahres-Metastasenfreiheit lag in der Interventionsgruppe bei 78,2 Prozent – in der Kontrollgruppe bei 73,5 Prozent. Auch die Rate an pathologischen Komplettremissionen stieg deutlich.

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Experten sehen darin einen potenziellen neuen Standard für aggressive Tumorformen.

Lebensstil als Waffe gegen Krebs

Neben Medikamenten rückt der Lebensstil in den Fokus. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) veröffentlichte Anfang Juni 2026 eine Langzeitstudie. Über 6.000 Krebsüberlebende wurden bis zu 12 Jahre begleitet.

Die Erkenntnis: Wer nicht raucht, sich mindestens 150 Minuten pro Woche bewegt und Normalgewicht hält, senkt sein Sterberisiko um etwa ein Drittel.

Und noch ein überraschender Fund: GLP-1-Rezeptoragonisten – eigentlich zur Gewichtsreduktion entwickelt – könnten das Fortschreiten bestimmter Krebserkrankungen verlangsamen. Das legt eine Untersuchung der Cleveland Clinic nahe, die beim ASCO-Kongress 2026 präsentiert wurde.

Bei Patienten mit Lungen-, Brust- oder Dickdarmkrebs zeigte sich ein geringeres Metastasen-Risiko unter der Medikation. Fachleute mahnen jedoch: Das müssen randomisierte klinische Studien erst bestätigen.

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