Prostatakrebs, Antikörper

Prostatakrebs: Neuer Antikörper senkt PSA-Wert bei 82 Prozent

25.06.2026 - 20:13:34 | boerse-global.de

Studien zeigen Durchbrüche bei Prostatakrebs, Myelom und Bauchspeicheldrüsenkrebs. Neue Therapien und Diagnostikverfahren vorgestellt.

Onkologie 2026: Neue Immuntherapien gegen fortgeschrittene Tumore
Prostatakrebs - Mikroskopische Darstellung von T-Zellen, die Prostatakrebszellen angreifen, mit leuchtenden zellulären Strukturen in Blau und Rot. 25.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Neuartige Immuntherapien mobilisieren das körpereigene Abwehrsystem gezielt gegen Krebszellen – selbst bei metastasierten Verläufen.

T-Zell-Angriff auf Prostatakrebs

Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf sogenannten T-Zell-Engagern. Auf dem ASCO-Symposium in San Francisco stellte Johann de Bono am heutigen Donnerstag eine Studie zum Medikament VIR-5500 vor. Der gentechnisch veränderte Antikörper aktiviert Killer-T-Zellen direkt gegen Prostatakrebszellen.

58 Männer mit fortgeschrittenem Prostatakrebs nahmen teil. Die Ergebnisse der Hochdosis-Gruppe mit 17 Patienten sind beeindruckend: Bei 82 Prozent sank der PSA-Wert um mindestens 50 Prozent. Ein Rückgang von über 90 Prozent zeigte sich bei 53 Prozent, 29 Prozent erreichten sogar einen Abfall von mehr als 99 Prozent.

Ein klinisch bemerkenswerter Fall: Ein Patient mit 14 Lebermetastasen wies nach sechs Behandlungszyklen keine Metastasen mehr auf.

Personalisierte Ansätze und Naturstoffe

Parallel gewinnen maßgeschneiderte Therapien an Bedeutung. Forschungsergebnisse vom gestrigen Mittwoch unterstreichen die Relevanz molekularer Tumorprofile. Experimentelle Nanopartikel-Therapien sollen das Immunsystem im Tumorumfeld reaktivieren.

Auch Naturstoffderivate wie Dihydroartemisinin (DHA) stehen im Fokus. Sie fördern die Aktivität zytotoxischer T-Lymphozyten und reduzieren regulatorische T-Zellen.

Bienengift-Wirkstoff gegen Brustkrebs

Eine heute in Nature Precision Oncology veröffentlichte Studie untersuchte Melittin – einen Hauptbestandteil von Bienengift. Sowohl natürliches als auch synthetisches Melittin zerstört die Membranen aggressiver Brustkrebszellen (TNBC und HER2+) innerhalb von 60 Minuten. In Kombination mit dem Chemotherapeutikum Docetaxel reduzierten Versuche mit Mäusen das Tumorwachstum.

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Die neue Antikörper-Therapie VIR-5500 senkte bei 82 Prozent der Patienten den PSA-Wert um mindestens die Hälfte – sogar 14 Lebermetastasen verschwanden. Erfahren Sie in unserem kostenlosen Report, ob diese Immuntherapie auch für Sie infrage kommt und welche weiteren vielversprechenden Ansätze es gibt. Jetzt kostenlosen Report anfordern

Multiples Myelom: Neue Kombination überzeugt

Auf dem EHA-Kongress präsentierten Forscher gestern die MonumenTAL-3-Studie. Die Kombination von Talquetamab mit Daratumumab senkt ab der Zweitlinie das Progressionsrisiko deutlich. In der kombinierten Therapiegruppe lag die progressionsfreie Überlebensrate nach 24 Monaten bei über 80 Prozent – eine signifikante Steigerung zur Standardtherapie.

Eine Phase-2-Studie zu Teclistamab zeigt hohe Raten an MRD-Negativität bei neu diagnostizierten Patienten. Eine große Phase-3-Studie startet im Juli an 60 Standorten.

Doppeltes Überleben bei Bauchspeicheldrüsenkrebs

Daten einer Phase-III-Studie vom gestrigen Mittwoch belegen die Wirksamkeit von Daraxonrasib bei spezifischen RAS-G12-Mutationen des Pankreaskarzinoms. Das Gesamtüberleben verdoppelte sich auf 13,2 Monate im Vergleich zur herkömmlichen Chemotherapie.

Um die Resistenzbildung besser zu verstehen, erhielt Dieter Saur im Juni einen ERC Advanced Grant.

Diagnostik: Lichtimpulse und Hirnimplantate

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Angst vor steigendem PSA-Wert? Die aktuellen Studienergebnisse zu VIR-5500 zeigen: Bei 53 Prozent der Patienten fiel der PSA-Wert um über 90 Prozent. Unser Report erklärt, wie T-Zell-Engager wirken und welche Kriterien für eine Behandlung erfüllt sein müssen. Mehr zur Immuntherapie erfahren

Ein heute mit dem Future Insight Prize ausgezeichnetes Verfahren nutzt optoakustische Tracker. Sie messen Stoffwechselaktivitäten mittels Lichtimpulsen und Ultraschallwellen. Die Technologie soll künftig eine präzisere Früherkennung von Tumoren und Herz-Kreislauf-Erkrankungen ermöglichen.

Für die Behandlung von Hirntumoren wie dem Glioblastom testen Forscher in Melbourne innovative Implantate. Ein System aus 16 Filamenten überwacht die Elektrosignale der Tumoren und stört deren Wachstum durch Mikroströme. Eine dauerhafte Anwendung ist für 2027 geplant.

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