Prostata, HoLEP-Laser

Prostata: HoLEP-Laser senkt Blutungsrisiko und Klinikaufenthalt

Veröffentlicht am: 03.09.2026 um 05:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das Klinikum in Tokat setzt bei gutartiger Prostatavergrößerung auf HoLEP. Die Methode soll Blutungen und Klinikaufenthalte verringern.

HoLEP-Lasertherapie in Tokat eingeführt: Schonendere Prostata-Behandlung
Moderne medizinische Laser-Ausrüstung und chirurgische Instrumente in einem hellen, klinischen Operationssaal. Illustration mit AI erstellt.

Die gutartige Prostatavergrößerung gehört zu den häufigsten urologischen Erkrankungen älterer Männer. In der Behandlung setzen zunehmend mehr Kliniken auf minimal-invasive Lasertechnologien, die im Vergleich zu offenen chirurgischen Eingriffen als schonender gelten. Ein aktuelles Beispiel liefert das Tokat Gaziosmanpa?a Üniversitesi Hastanesi (TOGÜ Hastanesi), das die sogenannte HoLEP-Methode nun in seinen Behandlungsalltag aufgenommen hat.

HoLEP als geschlossenes chirurgisches Verfahren

Wie das Universitätsklinikum in Tokat mitteilte, ermöglicht die HoLEP-Lasertechnologie die Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung im Rahmen eines geschlossenen chirurgischen Verfahrens. Prof. Dr. Fatih F?rat und der Rektor der Universität, Prof. Dr. Fatih Y?lmaz, erläuterten die Einführung der Methode am Klinikum.

Als zentrale Vorteile der Technik gelten laut den Angaben der Klinik ein geringeres Blutungsrisiko sowie ein kürzerer Krankenhausaufenthalt im Vergleich zu herkömmlichen operativen Ansätzen. Für Patienten, insbesondere ältere Männer mit erhöhtem Operationsrisiko, kann dies eine relevante Erleichterung bedeuten, da geschlossene Verfahren in der Regel mit einer schnelleren Genesung einhergehen.

Ähnliche Entwicklungen auch international

Die Einführung minimal-invasiver Lasertechnologien beschränkt sich nicht auf die Türkei. Auch die Farg?ona-Filiale in Usbekistan berichtete über die Einführung der HoLEP-Methode. Dort wurden darüber hinaus weitere spezialisierte urologische Verfahren erlernt, darunter die bukkale Urethroplastik, die bilaterale Ureterozystoneoanastomose sowie die transurethrale Resektion.

Nach Angaben der Klinik wurde die bukkale Urethroplastik bereits bei drei Patienten angewendet. Diese parallele Entwicklung an unterschiedlichen Standorten deutet darauf hin, dass sich laserbasierte und minimal-invasive Techniken zunehmend als Standardoptionen in der urologischen Versorgung etablieren.

Anzeige

Wer sich mit der Behandlung einer vergrößerten Prostata befasst, sollte auch präventive Ansätze kennen. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, wie sieben spezifische Lebensmittel das Prostatawachstum natürlich hemmen können. 7 einfache Ernährungstipps zum Schutz Ihrer Prostata entdecken

Früherkennung bleibt zentral

Neben der Behandlung selbst rückt auch die Vorsorge in den Fokus. Anlässlich des Prostat-Bewusstseinsmonats September äußerte sich Prof. Dr. Turhan Ça?kurlu vom Memorial Ata?ehir Hastanesi zu Risikofaktoren und aktuellen Behandlungsmöglichkeiten bei Prostatarekrankungen. Er empfahl regelmäßige Kontrolluntersuchungen ab dem 50. Lebensjahr.

Bei familiärer Vorbelastung, insbesondere wenn Prostatakrebs bei Verwandten bereits in jungen Jahren aufgetreten ist, riet er zu einem früheren Beginn der Kontrollen ab dem 45. Lebensjahr.

Anzeige

Während moderne Lasertechnologien operative Risiken senken, bietet die gezielte Ernährung eine zusätzliche Möglichkeit zur natürlichen Vorbeugung. Dieser Gratis-Ratgeber zeigt Ihnen, welche alltäglichen Einflüsse die Männergesundheit belasten und wie Sie Ihre Vitalität langfristig erhalten. Kostenlosen Spezialreport zur Prostatagesundheit jetzt anfordern

Bedeutung für Patienten

Die Kombination aus verbesserten Behandlungsverfahren wie HoLEP und einer konsequenten Früherkennung könnte die Versorgungssituation für Männer mit Prostataerkrankungen mittelfristig verbessern.

Während laserbasierte Methoden das operative Risiko senken und den Klinikaufenthalt verkürzen sollen, bleibt die regelmäßige urologische Kontrolle nach Einschätzung von Fachleuten ein entscheidender factor, um Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und Behandlungsoptionen rechtzeitig nutzen zu können.

Die Einführung neuer Technologien an einzelnen Kliniken wie in Tokat sowie internationale Parallelen etwa in Usbekistan zeigen, dass sich der Trend zu minimal-invasiver Verfahren in der Urologie fortsetzt.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 70046603 |