Propolis-Produkte: Neue EU-Regeln ab September verschärfen Werbeversprechen
09.06.2026 - 02:30:16 | boerse-global.de
Immer mehr Hersteller setzen auf spezialisierte Produkte – von Hautcremes bis zu schleimlösenden Präparaten. Doch neue EU-Regeln bremsen die Werbeversprechen.
Hautpflege: Propolis gegen Pickel und Ekzeme
In der Dermatologie wird Propolis zunehmend als natürlicher Wirkstoff gegen Entzündungen eingesetzt. Ein Beispiel: Der italienische Hersteller Emmedue Cosmetics srl bringt den „Antos Propolis Ölauszug“ auf den Markt. Das Produkt basiert auf Sonnenblumenkernöl und Caprylic/Capric Triglyceride. Es soll bei Pickeln, kleinen Verbrennungen und Ekzemen helfen.
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Noch weiter geht die „Exemotosin-Creme“. Sie kombiniert Propolis mit Johanniskrautöl, Kamille und Harnstoff. Ziel: Juckreiz und Rötungen bei schuppiger Haut lindern. Laut Hersteller zeigen sich erste Effekte nach der zweiten Anwendung, eine sichtbare Besserung nach etwa einer Woche.
Systemische Wirkung: Propolis für die Atemwege
Propolis findet auch innerlich Anwendung. In Italien gibt es „Apropos Dissolmuco“ – ein Nahrungsergänzungsmittel in Beutelform. Es kombiniert Propolis M.E.D. mit 600 mg N-Acetylcystein sowie Efeu- und Sonnentauextrakten. Die Mischung soll schleimlösend wirken.
Ein anderer Trend: alkoholfreie, wasserbasierte Lösungen. Der türkische Hersteller Besler ?ifa bietet einen Extrakt ohne Alkohol, Glykol, Glycerin oder Emulgatoren. Das Produkt ist beim türkischen Gesundheitsministerium registriert. Die Dosierung reicht von 0,5 Tropfen für Kleinkinder ab sechs Monaten bis zu 60 Tropfen täglich für Erwachsene. Im Krankheitsfall darf die Dosis laut Hersteller vervielfacht werden.
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Neue EU-Richtlinie: Schluss mit „Greenwashing“
Ab dem 27. September 2026 wird es für Hersteller von Naturprodukten ernst. Eine neue EU-Richtlinie gegen „Greenwashing“ verschärft die Regeln für Begriffe wie „umweltfreundlich“ oder „klimaneutral“ auf Verpackungen massiv.
Branchenverbände warnen: Produkte mit alten Verpackungen könnten dann nicht mehr verkauft werden. Einige Handelsketten fordern bereits seit Juni 2026 die Umstellung auf richtlinienkonforme Verpackungen. Für Propolis-Hersteller bedeutet das: Wirkaussagen und Umweltversprechen müssen künftig präziser belegt werden. Der Markt wird also nicht nur vielfältiger – sondern auch strenger reguliert.
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