PromptSpy: Erste KI-Malware nutzt Gemini zur Laufzeit
Veröffentlicht: 09.07.2026 um 16:53 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Während Google hartnäckige Startprobleme bei Pixel-Geräten behebt, schließt Samsung gleich 57 Sicherheitslücken. Parallel dazu warnen Experten vor neuartiger KI-Malware, die Mobilgeräte bedroht.
Google beendet Pixel-Startschleife
Mit dem Build CP2A.260705.006 rollt Google das erste größere Update für Android 17 aus. Im Fokus steht die Behebung einer schwerwiegenden Boot-Schleife, die seit März zahlreiche Pixel-Modelle lahmlegte. Betroffen waren Geräte ab der Pixel-6-Serie, einschließlich des Pixel Tablets und der Foldable-Modelle.
Die Ursache: Ein Absturz des Media-Provider-Dienstes, der das Betriebssystem daran hinderte, ordnungsgemäß zu laden. Für komplett blockierte Geräte stellt Google weiterhin das Pixel-Reparatur-Tool zur Verfügung.
Darüber hinaus behebt das Update mehrere Oberflächen- und Leistungsprobleme:
- Fehlgeschlagene App-Starts
- Falsche Widget-Farben und Kontraste
- Fehlausrichtungen der Navigationsknöpfe beim Pixel 10 Pro Fold
- Probleme mit Hintergrundform-Effekten
Neue Sicherheits-Patches bringt das Update nicht – die Juli-Patches sind bereits in Android 17 integriert.
Samsung: 57 Schwachstellen geschlossen
Samsung hat mit dem Galaxy S26 in Südkorea den Startschuss für sein Juli-Update gegeben. Das rund 553 MB große Paket soll in Kürze auch international und für ältere Flaggschiffe wie die S25- und S24-Serie verfügbar sein.
Die Sicherheitsaktualisierung adressiert insgesamt 57 Schwachstellen – 41 von Google bereitgestellte Patches sowie 16 Samsung-spezifische Lücken. Darunter befinden sich fünf als kritisch eingestufte und 42 als hochriskant bewertete Sicherheitslücken. Die Maßnahmen gelten auch für Geräte mit Android 14 bis 16.
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Neue Gefahren: Root-Exploit und KI-Malware
Die Update-Welle fällt mit der Entdeckung neuer Bedrohungen zusammen. Das Sicherheitsunternehmen Nebula Security enthüllte IonStack – die erste öffentliche Root-Exploit-Kette für Android 17. Sie nutzt zwei Zero-Day-Lücken: eine in Firefox-Versionen vor 151.0.2 und einen 15 Jahre alten Fehler im Linux-Kernel. Ein einziger Klick auf eine schädliche URL genügt, um Angreifern die vollständige Kontrolle über das Gerät zu geben.
Parallel dazu berichtet Zimperium zLabs von RedWing, einer als Dienstleistung über Telegram vermarkteten Malware. Abonnenten können damit Spionagesoftware einsetzen, die Bankdaten abfängt, Anrufe manipuliert und Live-Zugriff auf Kamera und Mikrofon ermöglicht.
Besonders perfide: Die neu entdeckte Malware PromptSpy nutzt Googles KI Gemini zur Laufzeit, um ihr Verhalten auf dem angegriffenen Gerät dynamisch anzupassen. Experten sehen darin einen Wendepunkt hin zu KI-integrierten Mobilbedrohungen.
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Strengere Diebstahlsicherung und Ausblick
Google hat mit Android 17 zudem die Diebstahlsicherung verschärft. Die erlaubten PIN-Eingabeversuche wurden drastisch von 1.800 auf 20 reduziert. Nach Fehleingritten greifen Zwangspausen, und beim 20. falschen Versuch sperrt sich das Gerät für satte 14 Jahre.
Für September 2026 wird das erste große Funktionsupdate Android 17 QPR1 erwartet. Und auch die Hardware-Entwicklung schreitet voran: Die Pixel-11-Serie soll planmäßig am 12. August auf den Markt kommen.
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