Projekt N50: Apples KI-Brille kommt Ende 2027 für 180–450 Euro
04.06.2026 - 23:49:59 | boerse-global.de
Apple hat die Entwicklung der Vision Pro 2 und einer günstigeren Variante offenbar eingestellt. Stattdessen konzentriert sich das Unternehmen auf zwei neue Smart-Glasses-Projekte – ein klarer Kurswechsel, der maßgeblich auf den designierten CEO John Ternus zurückgeht.
Strategische Neuausrichtung unter neuer Führung
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Der Wechsel kommt nicht von ungefähr. John Ternus, der am 1. September 2026 offiziell die Rolle des Apple-Chefs übernehmen soll, hat die Wearable-Sparte radikal verschlankt. Von ursprünglich sieben aktiven Projekten blieben nur zwei übrig – beide drehen sich um smarte Brillen. Branchenbeobachter sehen darin eine Reaktion auf die verhaltene Marktperformance der ersten Vision Pro. Das Gerät kostete rund 3.200 Euro und verkaufte sich laut Schätzungen etwa 600.000 Mal, bevor die Produktion eingestellt wurde.
Der Erfolg der Konkurrenz dürfte die Entscheidung zusätzlich befeuert haben. Metas Ray-Ban-Smart-Glasses verkauften sich 2025 dreimal besser als die Vorgängergeneration. Analyst Ming-Chi Kuo bezeichnete die Streichung der Vision-Pro-Reihe als strategisch richtig für Apples langfristige Hardware-Ziele.
Zwei Projekte für die Zukunft
Apples neue Roadmap umfasst zwei klar getrennte Produkte. Das erste, intern als Projekt N50 bekannt, ist eine KI-gestützte Brille ohne Display. Sie soll Ende 2027 auf den Markt kommen und zwischen 180 und 450 Euro kosten. Marktforscher rechnen im ersten Jahr mit Verkaufszahlen von drei bis fünf Millionen Einheiten.
Das zweite Projekt ist ambitionierter: eine Augmented-Reality-Brille mit Waveguide-Displays. Ursprünglich für eine frühere Markteinführung geplant, wurde die Entwicklung nun auf 2029 verschoben. Bloomberg berichtet, dass zwar Prototypen einer Vision Pro 2 existierten, die gesamte Kategorie aber auf Eis liege. Ein neues High-End-Headset sei vor Ende des Jahrzehnts nicht zu erwarten.
Schwarze Vision Pro: Leak zeigt eingestellte Variante
Trotz der Absage künftiger Generationen tauchen nun Bilder einer schwarzen Vision Pro auf. Der Leaker pipfix, der zuvor korrekte Details zum iPhone 17 Pro lieferte, veröffentlichte Fotos eines dunklen Modells. Zu sehen sind schwarze Lautsprechergitter, ein schwarzes Kopfband, die Digital Crown und ein passendes geflochtenes Stromkabel.
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Analysten vermuten, dass es sich um einen Prototypen oder eine eingestellte Farbvariante handelt. Auffällig: Die Stoffmuster und Schutzfolien des gezeigten Geräts weisen Inkonsistenzen auf – ein klares Indiz für ein Entwicklungsmuster.
Was bleibt vom Vision-Programm?
Die aktuelle M5-Version der Vision Pro ist weiterhin im Handel erhältlich. Doch die Ressourcen, die einst in die Gewichtsreduktion und Kostenoptimierung des Headsets flossen, sind längst den Smart-Glasses-Projekten zugewiesen. Die günstigere Vision-Air-Variante, die bereits im Oktober 2025 gestoppt wurde, wird frühestens 2028 oder 2029 wieder auf dem Radar auftauchen – falls überhaupt.
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