Project Indigo: Adobes KI-Foto-App erhält AI Playground
Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 09:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Adobe erweitert seine experimentelle Foto-App Project Indigo um eine Reihe generativer KI-Werkzeuge. Der neue „AI Playground“ genannte Funktionsumfang soll Hobbyfotografen und Profis gleichermaßen helfen, Bilder direkt auf dem Smartphone oder Tablet zu optimieren – ohne manuelle Eingriffe.
KI-Werkzeuge für jedermann
Der AI Playground gliedert sich in vier Bereiche. Mit der Objektbearbeitung lassen sich störende Elemente entfernen oder Unschärfeeffekte hinzufügen – ganz ohne aufwendige Auswahlwerkzeuge. Der Bereich „Styles“ bietet künstlerische Filter, während die individuelle Bearbeitung per Texteingabe oder Sprachbefehl funktioniert.
Besonders praktisch: Die Foto-Beratung analysiert Komposition, Licht und Farben und gibt Profi-Tipps – und das direkt vor Ort, während der Nutzer noch am Motiv steht. „Wir wollen verstehen, wie Anwender generative KI im Bearbeitungsprozess einsetzen“, erklärt Adobe-Fellow Marc Levoy die Strategie hinter dem Update.
Technische Hürden und Einschränkungen
Die KI-Funktionen laufen über das Google Nano Banana Modell und benötigen eine aktive Internetverbindung. Die verarbeiteten Bilder werden derzeit mit maximal rund 2.000 Pixeln ausgegeben – für Social Media ausreichend, für den Druck jedoch zu wenig.
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Ein Schwachpunkt zeigte sich bei Tests: Die Umwandlung von HDR- zu SDR-Aufnahmen führt zu Qualitätseinbußen. Adobe setzt hier auf ein spezielles HDR-Rekonstruktionsmodell, um den Dynamikverlust abzufedern. Künftig könnten auch Adobes eigene Firefly-Modelle oder Partner-KI zum Einsatz kommen.
Hardware-Unterstützung und Verfügbarkeit
Project Indigo läuft nun auch auf dem iPad (mit mindestens 6 GB RAM) und dem iPhone 17e. Die iPad-Oberfläche sei allerdings noch nicht vollständig optimiert, räumt Adobe ein. Die Unterstützung für das Standard-iPhone 17 war bereits im April 2026 hinzugekommen.
Neben der technischen Optimierung rückt die rechtliche Absicherung von KI-generierten Inhalten immer stärker in den Fokus von Unternehmen und Compliance-Abteilungen. Dieser kostenlose Report klärt auf, welche KI-Systeme als Hochrisiko eingestuft werden und welche Dokumentationspflichten für Entwickler und Nutzer gelten. Welche KI-Systeme gelten als Hochrisiko – und was müssen Unternehmen jetzt konkret tun?
Der AI Playground startet als kostenlose Testphase für einen kleinen Nutzerkreis. Einige Funktionen sind sogar ohne Anmeldung nutzbar. Adobe deutet jedoch an, dass nach der Testphase ein kostenpflichtiges Modell folgen könnte.
Für Transparenz will der Konzern mit C2PA Content Credentials und SynthID-Wasserzeichen sorgen – so sollen KI-generierte oder -veränderte Inhalte klar gekennzeichnet werden.
Der Schritt ist Teil einer größeren Offensive: Bereits Mitte Juni hatte Adobe mit einem Creative-Cloud-Update KI-Funktionen wie assistierte Bildauswahl, Foto-zu-Video-Werkzeuge und lokale Entfernungstools in Photoshop, Lightroom und Illustrator gebracht.
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